Mit Hilfe des Hochdruck-Brennkammerprüfstand HiPOT können Verbrennungsprozesse unter realen Gasturbinen-Betriebsbedingungen in einer optisch zugänglichen Kammer untersucht werden.
Im High Pressure Optical Test Rig (HiPOT) lassen sich wie beim Hochdruckbrennkammer-Prüfstand Stuttgart (HBK-S) Brenner unter gasturbinentypischen Bedingungen betreiben und Verbrennungsphänomene detailliert untersuchen, also bei hohem Druck, hohen Turbulenzen und hohen Temperaturen sowie mit allen Brennstoffmischungen bis hin zu reinem Wasserstoff. Allerdings ist dieser Prüfstand von den geometrischen Abmessungen wesentlich kompakter als der HBK-S, weshalb für die Untersuchungen in aller Regel generische Brenner oder entsprechend skalierte Brenner zum Einsatz kommen.
Die handliche Größe des Prüfstands hat den großen Vorteil, dass die Messungen deutlich weniger aufwändig und deshalb kostengünstiger sind. Die spezielle Kombination aus Baugröße, Brennstoffflexibilität und Einsatzbreite ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal des HiPOT.
Dank des exzellenten optischen Zugangs können Verbrennungsphänomene nicht nur mit konventionellen Messmethoden, sondern ebenfalls mit moderner Laser-Messtechnik sehr detailliert analysiert werden. Hierdurch wird an einem verbesserten Verständnis von Teilaspekten technischer Verbrennung gearbeitet sowie Validierungsdatensätze erzeugt zur Unterstützung der Entwicklung numerischer Verbrennungssimulation.
HiPOT Hochdruckbrennkammerprüfstand mit aufgebauter Lasermesstechnik
Mithilfe von Lasern lassen sich unterschiedliche Messungen in der Flamme durchführen. Beispielsweise kann man so die Konzentrationen einzelner Spezies oder das Strömungsfeld vermessen werden.