Kerzen auf dem Mond und eine Badewanne in Leipzig
ESA/ATG medialab
Es ist schon erstaunlich, wie genau Satelliten den „Gesundheitszustand“ der Erde untersuchen können – etwa die Temperaturen der Meere, die Größe von Gletschern oder anderes. Hier unsere kleine „Satelliten-Kunde“.
Sie können Wärme spüren, durch Wolken „sehen“ und vieles mehr: Satelliten und Sonden haben nicht nur Kameras an Bord, mit denen sie die Erde oder andere Himmelskörper fotografieren. Oft sind es ganze „Pakete“ von verschiedenen Sensoren, mit denen sie vor dem Start ausgestattet wurden.

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Sensoren – das sind für Satelliten das, was für uns Menschen Augen, Nase und andere Sinnesorgane sind. Sie arbeiten in verschiedenen Wellenlängen: So erkennen sie auch Dinge, die wir Menschen gar nicht wahrnehmen können.
Die Sinne der Satelliten

EADS (C. Mériaux)
Und sie arbeiten dabei unvorstellbar präzise. Sensoren, die die Temperatur der Meeresoberfläche untersuchen, können sie aus über 500 Kilometer Höhe auf Bruchteile eines Grades genau messen. Zum Vergleich: Das ist so, als ob du aus Düsseldorf „fühlen“ könntest, ob in einer Badewanne in Leipzig das Wasser nicht bloß kalt oder heiß ist, sondern ob es 36,4 oder 36,5 Grad Celsius warm ist.
Andere Satelliten nehmen die Erde mit ihren Kameras so genau unter die Lupe, als ob sie – wieder in einem Vergleich – von Berlin eine Kirchturmuhr in München sehen und erkennen könnten, wie spät es ist.
Blick unter die Oberfläche

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Radarsatelliten funktionieren ganz anders als optische Kameras. Sie senden Strahlen aus und empfangen das Echo, das von der Erdoberfläche zurückgeworfen wird. So „scannen“ sie die Oberfläche ab und vermessen unseren Planeten im Überflug. Die Radarstrahlen können aber auch in den Boden eindringen und so zum Beispiel Grundwasser entdecken, auf das man in vielen Ländern der Erde dringend angewiesen ist.