„Bitte einmal Wasserstoff volltanken!“
In Hamburg entstand schon vor einigen Jahren eine der größten Brennstoffzellen-Flotten der Welt. Es handelt sich dabei um Busse, die mit diesem umweltfreundlichen Antrieb ausgerüstet durch den Stadtverkehr fahren. Getankt wird Wasserstoff – absolut „sauberer“ Wasserstoff, der aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Aber es gibt noch mehr Beispiele und Bereiche, in denen das „Mini-Kraftwerk“ Brennstoffzelle erprobt und eingesetzt wird.
Hochbahn

Hochbahn
In der Raumfahrt werden Brennstoffzellen bereits seit über fünfzig Jahren für die Stromversorgung genutzt. Die Apollo-Raumschiffe nutzten sie, weil Batterien zu schwer gewesen wären. Und vom Weltraum machen wir doch gleich mal einen Abstecher ins Wasser: Denn auch in der Schifffahrt werden Brennstoffzellen eingesetzt. Unter Wasser bewegen sich U-Boote durch den lautlosen Antrieb nahezu unbemerkt.
Wie wär’s mit einem Brennstoffzellen-Handy?

Weiter geht es mit der Luftfahrt: Neben den verschiedenen Untersuchungen des DLR sind auch Flugzeug-Hersteller mit der Erforschung alternativer Antriebe beschäftigt. Schon im Jahr 2009 hob der Motorsegler Antares ab. Das Besondere an dem vom DLR entwickelten Flieger: Es war weltweit das erste Flugzeug, das von einem Piloten ausschließlich mit Brennstoffzellen-Antrieb geflogen wurde – und zwar vom Start bis zur Landung: alles sauber und leise!
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Wie wär’s mit einem Brennstoffzellen-Handy? Oder vielleicht mit einem Brennstoffzellen-Notebook? Vom Einsatz in tragbaren Elektrogeräten verspricht man sich tatsächlich viel. Denn Brennstoffzellen sind leichter, nicht so schnell leer und lassen sich auch flotter wieder aufladen als Akkus oder Batterien. Erste Tests waren schon erfolgreich: Die Ladung eines solchen Mobiltelefons hielt doppelt so lang wie eine normale Akku-Ladung.
Du siehst: Der Einsatzbereich von Brennstoffzellen ist sehr vielfältig. Denn sie können eigentlich überall dort angewendet werden, wo man Energie braucht. Auch in Kraftwerken könnten sie in Zukunft eine große Rolle spielen. Erst einmal müsste man aber eine richtige Wasserstoff-Industrie aufbauen. Denn der Wasserstoff muss ja zunächst erzeugt werden. Und er müsste massenhaft zur Verfügung stehen – bei den Autos zum Beispiel in Form von Wasserstoff-Tankstellen. Und da sind wir wohl erst noch ganz am Anfang. Das Gute daran: Wenn du dich eines Tages dazu entschließen solltest, Ingenieur bzw. Ingenieurin zu werden – es bleibt für dich und deine Generation sicher noch viel zu erforschen und zu entwickeln ...