Digitalisierung
K.-A.
Wolltest du schon immer mal ein virtuelles Labyrinth bauen und dann auf die Größe einer Spielzeug-Figur geschrumpft da durchlaufen? Ja, klingt irgendwie schräg – aber das geht wirklich. In unserem DLR_School_Lab in Berlin lernen Schülerinnen und Schüler so spielerisch das Thema Digitalisierung kennen. Das ist nämlich auch ein Forschungsbereich des DLR. Dabei geht es unter anderem um die riesigen Datenmengen, die Satelliten tagtäglich liefern. Mit Hochleistungsrechnern werden sie in Bilder verarbeitet – und wenn irgendjemand auf der Welt ein solches Satellitenbild anfordert, rast ein Roboter im Archiv an die Festplatte und stellt es online.
Andere Supercomputer lassen Flugzeuge schon fliegen, bevor sie überhaupt gebaut werden. Wie das geht? Da werden die Daten des geplanten Fliegers in den Rechner eingegeben – und der zeigt dann, wie gut das Flugzeug fliegen wird. Cool, oder? Das ihr übrigens im Physikunterricht selbst mal ausprobieren – ganz ohne Superrechner und nur mit einem iPad: Mithilfe unserer App „Virtual Wings“ baut ihr euer eigenes Flugzeug zusammen und steuert es dann per Augmented Reality durch einen Hindernis-Parcour. Wäre doch mal ein toller Einstieg in das Kapitel Strömungslehre.
Aber weil wir oben von Robotern gesprochen haben: Die gehören bei uns ebenfalls zum „Personal“. Entwickelt werden sie für den Einsatz im Weltraum, um Astronautinnen und Astronauten bei der Arbeit zu helfen. Doch wenn ein Roboter dort oben so schwierige Aufgaben erledigen kann, lässt er sich ja erst recht auf der Erde einsetzen. Zum Beispiel in der Medizin. Da ist es sogar schon gelungen, dass gelähmte Personen nur mit ihren Gedanken einen Roboter steuern, der ihnen beim Trinken hilft. Auch ziemlich cool, oder?