Seit 2010 fliegen die beiden Satelliten TerraSAR-X und TanDEM-X auf ihrer Umlaufbahn in 514 Kilometern Höhe für drei Jahre in Formation. In dieser Zeit erstellen sie ein in seiner Qualität bislang einzigartiges, hoch aufgelöstes 3D-Höhenmodell der gesamten Landoberfläche der Erde.
Radarsatelliten senden mit einer an Bord befindlichen Antenne Mikrowellenpulse aus. Diese werden von der Erdoberfläche zurück gestreut und von der Antenne wieder empfangen. Aus der Laufzeit der Impulse kann die jeweilige Entfernung zur Erdoberfläche, und daraus ein Geländemodell berechnet werden.
Fernerkundungsdaten von Erdbeobachtungssatelliten sind wesentlich für viele geowissenschaftliche Fragestellungen: Sie dokumentieren zum Beispiel den Grad der Urbanisierung und Industrialisierung, die Verkehrsbelastung, die Luftverschmutzung und die land-und forstwirtschaftliche Nutzung von Flächen.
Der K2 im Himalaya gilt als einer der schönsten Berge der Welt, aber auch als der am schwierigsten zu besteigende Achttausender. Wissenschaftler des Erdbeobachtungszentrums (EOC) im DLR haben dieses anspruchsvolle Gebiet genutzt, um neueste Verfahren zur Verarbeitung von Satellitendaten zu 3D-Modellen zu testen
Der äußere Nachbar der Erde ist ein Wüstenplanet. Im Durchmesser nur halb so groß wie die Erde, ist seine Oberfläche doch so groß wie die aller irdischen Kontinente zusammen genommen. Auf dem Mars fließt heute kein Wasser, die frostigen Temperaturen lassen das Eis an Nord- und Südpol nicht schmelzen.
Der Aufbau eines Planeten und der Zustand seines Kerns geben Aufschluss über seine thermische Entwicklung. Bisher fand die Erforschung des Mars nur durch Beobachtungen aus der Umlaufbahn und direkt auf der Oberfläche statt. Die Untersuchung des Inneren des Planeten steht hingegen erst am Anfang.
Der Werbeslogan für den legendären VW Käfer gilt auch für die ESA-Raumsonde Mars Express: Sie läuft und läuft und läuft! Seit 2003 erkundet die erste europäische Planetensonde den Mars, über elftausend Mal hat sie den Planeten bereits umrundet.
Das in jüngster Zeit spannendste Ereignis der internationalen Planetenforschung war die Mission der NASA-Raumsonde Dawn zum Asteroiden Vesta. Der Orbiter erkundete 2011 und 2012 den drittgrößten und zweitschwersten Körper zwischen Mars und Jupiter.
Wie groß ist die Gefahr, dass die Erde mit einem Asteroiden kollidiert? Und was könnten wir unternehmen, wenn sich herausstellt, dass ein die Erdbahn kreuzender Asteroid, einer der über 8000 bekannten "Near-Earth Objects" (NEOs), auf Kollisionskurs mit unserer kosmischen Heimat ist?
Gibt es Leben unter dem Eispanzer des Saturnmonds Enceladus? Aus seinen Kryovulkanen schießen riesige Wassereis-Fontänen ins All, in denen organische Verbindungen existieren. Werden Europas Pläne für eine Enceladus-Mission Wirklichkeit, wollen deutsche Forscher die dortigen Wasservorkommen genauer auf Lebensspuren untersuchen.
Jupiter und seine 67 Monde können als ein Sonnensystem en miniature betrachtet werden. Das Wissen um diesen Gasriesen, sein starkes Magnetfeld und vor allem seine vier großen 'Galileische' Monde ist von Bedeutung für das Verständnis fundamentaler Prozesse im Sonnensystem.
Unser Informationsbedürfnis wächst stetig und prägt unsere moderne Kommunikationsgesellschaft. Dank Internet, Mail oder SMS sind wir über Mobiltelefon, Tablet-PC oder Notebook immer und überall erreichbar. Um diesen "Informationshunger" zu stillen, sind neue Entwicklungen für Kommunikationssatelliten notwendig.
"Bringt mir eine Hand voll Mondstaub, und ich erkläre Euch das Universum" - solches behauptete der Nobelpreisträger Harold Urey, noch bevor der Mensch den Mond betreten hatte. Tatsächlich ermöglichte die Analyse von lunarem Gestein und Proben des Mondstaubs grundlegende Einblicke in die Entwicklung aller Körper des Sonnensystems.
Täglich treffen etliche Tonnen außerirdisches Material auf die Erdatmosphäre. Das Meiste ist so winzig, dass es vollständig verglüht und allenfalls als Sternschnuppe in Erscheinung tritt. Von dem kleinen Rest fällt ein Großteil in die Weltmeere oder auf unbewohntes Land.
Im Jahr 2008 schloss sich eine Gruppe deutscher Forscher unter dem Namen "Part-Time Scientists" zusammen, um einen eigenen Mondrover zu bauen, der im Rahmen des Wettbewerbs "Google Lunar X Prize" bis Ende 2015 auf dem Mond gelandet sein soll.
MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout) ist ein hochintegrierter Asteroidenlander, federführend entwickelt von DLR-Wissenschaftlern in Kooperation mit der französischen Raumfahrtagentur CNES und der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA.
Das vom DLR entwickelte ROboMObil (ROMO) verkörpert ein aus der planetaren Rovertechnik und der Robotik abgeleitetes zweisitziges Elektromobilitäts-Konzept. Es ist charakterisiert durch sogenannte Radroboter: Antrieb, Lenkung, Dämpfung und Bremse sind dabei in jedes der vier Räder integriert.
Der DLR-Leichtbauroboter MIRO wurde speziell für unterschiedliche Aufgabenstellungen entworfen. Sein geringes Gewicht und die kompakten Abmessungen ermöglichen die Nutzung auch bei eingeschränkten Platzverhältnissen im Operationssaal.
Das deutsche Raumfahrtkontrollzentrum (GSOC) in Oberpfaffenhofen bei München gehört zum DLR-"Raumflugbetrieb und Astronautentraining", der zentralen Einrichtung für die Durchführung von Raumflugmissionen in Deutschland.
Schwerelosigkeit wirkt sich unter anderem auf das Herzkreislaufsystem des Menschen aus. Als Folge können Astronauten nach einem langen Aufenthalt im All nach ihrer Rückkehr zur Erde zunächst nur eingeschränkt aufrecht stehen.
Das DLR forscht an einem speziellen Biofilter-System (Combined Regenerative Organic-food Production, C.R.O.P.), mit dem organische Abfälle reduziert und leistungsfähige Lebenserhaltungssysteme entwickelt werden sollen.
Seit zehn Jahren entwickelt das DLR mit dem Shefex-Programm eine Technologie, mit der ein Flugkörper nach einem Flug ins Weltall wieder unbeschadet in die Atmosphäre eintreten und landen kann. Der Wiedereintritt soll durch ein scharfkantiges Design deutlich kostengünstiger werden.
Bei der EXPERT-Weltraumkapsel der ESA geht es um den Wiedereintritt von Raumfahrzeugen in die Erdatmosphäre. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat die faserkeramische Nasenkappe für EXPERT entwickelt. Diese muss extremen Temperaturen von circa 2100 Grad Celsius an der Außenseite aushalten
In Zukunft soll per Laser Weltraumschrott im All vermessen, von seiner Bahn abgelenkt und beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zum Verglühen gebracht werden. Denn jährlich nimmt die Zahl kleiner Schrottteilchen im Weltall um mehrere Zehntausende zu.
Das DLR verfügt in Europa auf dem Gebiet der Entwicklung und des Betriebes von Triebwerkprüfständen über einmalige Kompetenzen. Am Standort Lampoldshausen werden seit nunmehr 50 Jahren Antriebe für Raketen und Raumfahrtsysteme getestet und weiterentwickelt.
Eine der wichtigsten Leistungsgrößen moderner Raketentriebwerke ist der erzielbare Brennkammerdruck. Je größer dieser Druck ist, desto effizienter kann das Triebwerk die chemische Energie der Treibstoffe in Schub umwandeln.
Damit Satelliten mit einer Trägerrakete ihre Umlaufbahn erreichen, müssen sie Schwerkraft und Luftwiderstand überwinden. Für die notwendige Beschleunigung werden chemische Triebwerke mit hoher Schubkraft eingesetzt.