Auch in diesem Jahr war das Institut für Technische Thermodynamik wieder mit zwei Standflächen auf der Hannover Messe vertreten:
Brennstoffzellen
Zur Steuerung und Leistungsanpassung von modular aufgebauten Niedertemperatur-Brennstoffzellensystemen wurde im DLR in den vergangenen vier Jahren ein Brennstoffzellen-Steuerungsmodul entwickelt. Die Funktionsweise und der Aufbau sind national und europaweit patentiert. Das Steuerungsmodul ist derzeitig für den Leistungsbereich 0,4 bis 2,4 Kilowatt elektrischer Leistung ausgelegt und steuert den gesamten Betriebsablauf und die Leistungsabgabe des Brennstoffzellensystems an einen beliebigen elektrischen Verbraucher. Diese Steuerung wird in Kleinserie von der Firma SET System Elektrotechnik Gotthold Keller GmbH nach den DLR-Patenten gefertigt. Weitere Versionen der Steuerung zur Erfüllung spezifischer Kundenanforderungen sind in Vorbereitung.
Technologien zur solarthermischen Stromerzeugung
Auch in diesem Jahr präsentierte sich die Solarforschung wieder gemeinsam mit dem Solar Institut Jülich (SIJ) der Fachhochschule Aachen in Halle 27. Im Zentrum des gemeinsamen Auftritts stand das Modell des Solarturmkraftwerks Jülich. Das Demonstrationskraftwerk mit 1,5 Megawatt Nennleistung wird derzeit von dem Generalunternehmer Kraftanlagen München gemeinsam mit den Stadtwerken Jülich als zukünftigem Besitzer und Betreiber sowie den Forschungspartnern DLR und SIJ in Betrieb genommen.
Die Brennstoffzelle in der Luftfahrt
Die Abteilung Elektrochemische Energietechnik präsentierte sich auf dem Wasserstoff/Brennstoffzellen-Gemeinschaftsstand in Halle 13-G60/2. Ausstellungsschwerpunkt auf dem 45 Quadratmeter großen Messestand waren die Brennstoffzellen-Aktivitäten des DLR in der Luftfahrt. Im Mittelpunkt steht dabei der mit Brennstoffzellen-Antrieb ausgerüsteten Motorsegler Antares DLR-H2, der in Kürze seinen Erstflug durchführen wird. Das Institut präsentierte den drei Meter großen Brennstoffzellen-Behälter des Antares DLR-H2-Flugzeugs, auf den zur Verdeutlichung die Vorgänge in der Brennstoffzelle projiziert wurden. Darüber hinaus zeigte das DLR auch das Bugrad eines Airbus A320, das mit eigens entwickelten Radnabenmotoren ausgestattet ist und mit Brennstoffzellen angetrieben werden soll. Mit dieser Innovation kann ein emissionsfreier Betrieb am Boden ohne Turbinen realisiert werden.