Das Systemhaus Technik

Evaluationen der Technischen Infrastruktur - Gute Bewertungen für das Systemhaus Technik

19. Januar 2010

Die Technische Infrastruktur (TI) führte ihre Evaluation gemeinsam mit der Administrativen Infrastruktur vom 16. bis 20. November 2009 am DLR-Standort Oberpfaffenhofen durch.

Für die Technische Infrastruktur (TI) bot diese Evaluation die Möglichkeit, Hinweise externer Gutachter als Ergänzung zur erfolgreich durchgeführten ersten Selbstbewertung nach den Kriterien des EFQM-Modells im Frühjahr 2009 zu erhalten und damit eine umfassende Einschätzung ihrer Leistungsfähigkeit zu bekommen.

Schwerpunktthemen der Evaluation der TI waren die Ziel- und Strategieentwicklung sowie die Weiterentwicklung der Unterstützungsprozesse „Technische Systeme entwickeln und realisieren“ und „Facilities managen“ im Rahmen eines umfassenden Managementsystems. Die Vorstellung des neu gestalteten Prozesses „Facilities managen“ hatte für die TI eine besonders hohe Priorität. Er ist die Basis für eine erstmals durchgängige Lebenszyklusbetrachtung von Gebäuden und Anlagen im DLR.

Präsentation von Highlights aus dem Prozess „Technische Systeme entwickeln und realisieren“ im Rahmen der Evaluationsveranstaltung
Ein Gutachtergremium bestehend aus fünf externen und drei internen Gutachtern bewertete die Entwicklung der Unterstützungsprozesse „Technische Systeme entwickeln und realisieren“ und „Facilities managen“ seit der letzten Evaluation im November 2006. In ihrem Votum bescheinigten die Gutachter den Mitarbeitern und Führungskräften der Technischen Infrastruktur eine starke Kundenorientierung, ausgeprägtes Qualitätsbewusstsein, hohe fachliche Kompetenz, Instrumente und Methoden, die das Erreichen der strategischen Ziele möglich machen. Anregungen gaben die Gutachter insbesondere in der Nutzung und Verzahnung verschiedener strategischer Komponenten des Managementsystems.

Für den Prozess „Technische Systeme entwickeln und realisieren“ sehen die Gutachter bereits eine hohe  Umsetzungsreife, bei gleichzeitigen Potenzialen u.a. in der Termintreue und in der Qualitätssicherung. Der  vorgestellte Prozess „Facilities managen“ entspricht mit seinem Bezug auf den Lebenszyklus von Gebäuden und Einrichtungen dem Stand der Technik und den Vorschlägen von Fachverbänden. Ziel der angestrebten Organisationsgestaltung sollte es sein, regionale Kompetenz und schnelle Handlungsfähigkeit bei überregional harmonisierten Prozessen zu erreichen. Die Ermittlung entsprechender Kennzahlen für die Balanced Scorecard ist dabei hilfreich.

Die Technische Infrastruktur wird die Empfehlungen der Gutachter in ihrer weiteren Entwicklung berücksichtigen und umsetzen. Basis für jede weitere Entwicklung ist das hohe Engagement und die Motivation der Mitarbeiter, die auch den Erfolg dieser Veranstaltung erst möglich machte. Die Hinweise der Gutachter bilden dabei nicht nur eine gute Grundlage für die weitere Ausgestaltung der Technischen Infrastruktur, sondern sie geben auch jedem einzelnen Mitarbeiter die Möglichkeit, Anregungen für den eigenen Arbeitsbereich mit zu nehmen.

Evaluation 2006 - Gute Bewertung des Systemhaus Technik

In 2005 begann für die ehemaligen fünf Technischen Betriebe an den Standorten Braunschweig, Göttingen, Köln-Porz, Stuttgart und Oberpfaffenhofen ein umfassender Prozess der Neugestaltung. Ziel dieser Neugestaltung war es, allen Instituten und Einrichtungen des DLR ein kosten- und anforderungsorientiertes Portfolio von der Beratung über die Entwicklung und Fertigung wissenschaftlicher Versuchsgüter bis zur Montage in der Versuchsanlage aus einer Hand zur Verfügung zu stellen. Dazu wurden die ehemals fünf eigenständigen Technischen Betriebe zu einem ganzheitlichen Systemhaus Technik zusammen gefasst und mit der Überführung in eine Ergebniseinheit nachfrageorientiert ausgerichtet.

 SHT-Poster 2006
zum Bild SHT-Poster 2006

Ziel und Anspruch des Systemhauses Technik ist die konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse des Kunden. Für Anfragen und Anforderungen, die das Systemhaus Technik nicht selbst abdecken kann, übernimmt es die Koordination der Bereitstellung der gewünschten Dienstleistung und bietet auch Paketlösungen durch Netzwerke und strategische Kooperationen mit internen und externen Partnern an.
 
Den Instituten und Einrichtungen des DLR bot die Neuausrichtung eine Reihe von Vorteilen:
 
1. Durchgängige Prozesse und Kostentransparenz von der Kundenanfrage bis zur Abrechnung
2. Einfache Schnittstellen zur Nutzung der Technischen Eigenleistungen im SHT
3. Hohe Qualität bei der Umsetzung kundenspezifischer Systemanforderungen
4. Qualitativ hochwertige und flexible Versuchsbetreuung vor Ort
5. Individuelle Kundenbetreuung durch fest definierte und kompetente Ansprechpartner
 
Mit der Neuausrichtung verbunden war auch eine bedarfsgesteuerte und mit den Kunden abgestimmte Investitionsplanung. Die Modernisierung des Maschinenparks begann bereits im Jahr 2006 bedarfsorientiert und in Abstimmung mit den Kunden mit der Beschaffung von vier Fünfachfräsmaschinen und einem CNC-Koordinaten-Messgerät. Weitere Anschaffungen erfolgten in den Folgejahren. Ergebnis der Investitionen war eine deutliche Optimierung der Fertigung und der Qualitätskontrolle im Systemhaus Technik.
 
Der eingeschlagene Weg zur Neugestaltung der Technischen Betriebe wurde auch von unabhängigen Gutachtern im Rahmen einer Evaluationsveranstaltung im November 2006 außerordentlich positiv bewertet. Die in dem Evaluationsbericht und den Beiheften dargelegten Vorstellungen zur weiteren Entwicklung des Systemhauses Technik wurden von den Gutachtern ausdrücklich befürwortet. Auf Grundlage dieses Votums wurden die neue Organisationsstruktur sowie die Steuerung des Systemhauses Technik im Rahmen einer nachfrageorientierten Ergebniseinheit umgesetzt.


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