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7. EU-Forschungsrahmenprogramm (FP7)


Die Institute des Earth Observation Center (EOC) sind maßgeblich an den GMES Kerndiensten, sowie an den nachgeschalteten „Downstream“ Diensten, im Rahmen der Demonstration im 7ten Forschungsrahmenprogramm der EU beteiligt.

ENDORSE


ENDORSE verfolgt den Aufbau von sogenannten ‚Downstream Services‘ für den Sektor der Erneuerbaren Energien im Global Monitoring for Environment and Security (GMES) Programm der Europäischen Union. Basierend auf den GMES-Services für Land, Atmosphäre und Sicherheit werden konkrete Anwendungen mit Nutzern aus den Bereichen Solarenergie, Windenergie, verteilte Stromnetze, Bioenergie und Tageslicht in Gebäuden entwickelt.
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Geoland2


Geoland2 legt die Grundlagen für die operationellen Fähigkeiten für den GMES Land Service durch die Entwicklung eines Core Mapping Services (CMS) und eines Core Information Services (CIS).
Die „Core Mapping Services“ erzeugen Basis-Geoinformationen über Landbedeckung und Landnutzung, sowie deren jährliche und jahreszeitliche Variation. Sie beinhalten auch eine Reihe von zusätzlichen biophysikalischen Parametern, welche den Zustand der Vegetation, den Strahlungshaushalt am Boden und den Wasserkreislauf in Gesamteuropa beschreiben. Diese Dienste legen den Grundstein für weitere und detailiertere Geo-Informationsdienste, die "Core Information Services (CIS)“. Diese behandeln eine Vielzahl thematischer Felder wie Wassergüte, Waldmanagement, Raumplanung, Landwirtschaft, Kohlenstoffkreislauf und Sicherheit von Nahrungsmitteln.
Geoland2 wird von einem Konsortium von 50 Partnern unter der Leitung von InfoTerra Deutschland durchgeführt.
Der Beitrag des Earth Observation Center (EOC) zu geoland2 beinhaltet:
Im Core Mapping Service ist das DLR im Aufbau und der Demonstration eines vor-operationellen Ansatzes für die Kartierung des Ist-Zustandes als auch der Ausbreitung von Städten an Hand von TerraSAR-X Daten beteiligt.
In der SATChMo CMS Komponente unterstützt das DFD die LULC (Land Use Land Cover) Kartierung Gesamteuropas durch einen Ansatz bei dem durch Stichproben die Dynamik saisonalen Änderung der Landbedeckung ausgewertet werden. Das DFD ist dabei mit der Entwicklung von Methoden befasst, in denen sehr hoch aufgelöste Bilder mit multi-saisonaler Information aus hoch auflösenden Sensoren kombiniert wird.
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MyOcean


MyOcean hat zum Ziel eine koordinierte und integrierte Pan-Europäische Kapazität für die Ozeanbeobachtung aufzubauen.
Nach mehreren seitens ESA und EU geförderten Projekte (e.g. POLAR VIEW, ECOOP, MARCOAST, MERSEA, ...) ist MyOcean der nächste Schritt hin zu einem operationellem GMES Marinen Dienst.
Das DLR unterstützt Deutsche Partner in MyOcean, u.a. durch seine Beteiligung und Förderung in nationalen Projekten wie DeMarine.
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MACC


Die vor-operationellen Atmosphärendienste von GMES werden durch das FP7 Projekt MACC geleistet. MACC bringt dabei Kontinuität und Erweiterung in die Daten und Dienste, die schon von PROMOTE und GEMS entwickelt worden. Diese beiden Projekte wurden von ESA und der Europäischen Kommission gefördert.
Die Produkte von MACC beinhalten Datenreihen der Zusammensetzung der Atmosphäre der letzten Jahre, Daten zum aktuellen Zustand, sowie die Vorhersage der Verteilung der wichtigsten Bestandteile der Atmosphäre über die nächsten Tage. Diese Daten enthalten Informationen für:

  • Treibhausgase
  • Reaktive Gase, die die Luft, die wir atmen beeinflussen
  • Ozonschicht und solare UV Strahlung
  • Aerosole welche die Temperatur, Luftqualität und die Transmission der Solarstrahlung beeinflussen

Die Beiträge des Earth Observation Center (EOC) zu MACC bestehen aus:

  • Beistellung von Satellitendaten und abgeleiteten Produkten (Aerosole/Zusammensetzung, Troposphärisch reaktive Gase)
  • Dienste für die Modellierung des Ozone Profils in der Stratosphäre, basierend auf der Assimiliation von Satellitendaten
  • Dienste zur kontinentalen Bestimmung der solaren Strahlung am Boden, die durch Informationen über Aerosole und Schneebedeckung verbessert werden und die Informationen über solare Energie geben
  • Die Leitung bei den Nutzerschnittstellen von MACC, um die Anforderungen von Endnutzern und „Downstream Services“ an MACC zu verstehen.
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PASODOBLE
Das GMES Downstream Service Projekt zur Luftqualität


PASODOBLE entwickelt lokale und regionale Dienste zur Luftqualität, um Informationen für die Öffentlichkeit, gefährdete Personen, Tourismus, Sport und Gesundheitsbehörden zu liefern. PASODOBLE stellt zudem Informationen und Beratungsdienste als Grundlage politischer Entscheidungen für lokale und regionale Behörden bereit.
Nachhaltige Dienste zur Luftqualität werden gemäß Nutzeranforderungen in über 35 Regionen und Städten entwickelt, demonstriert und evaluiert. Luftqualität ist ein transnationales Problem mit lokalen Ursachen. PASODOBLE kombiniert daher lokales Handeln mit europäischer Zusammenarbeit und Harmonisierung. PASODOBLE trägt dazu bei die Lebensqualität in Europa zu erhöhen indem es das Bewusstsein und die Information zu Luftschadstoffen und vorbeugende Maßnahmen verbessert und damit die Gesundheitskosten und die Sterblichkeit senkt.
PASODOBLE wird durch ein Konsortium von 21 Partnern durchgeführt und durch das DLR koordiniert. Das Projekt läuft über den Zeitraum 2010 bis 2013.
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SAFER


Der vor-operationelle GMES Notfall- und Krisenkartierungs-Dienst ist derzeit durch das FP7 Projekt SAFER sichergestellt. SAFER ist dabei in den folgenden Situationen aktiv:

    • Naturkatastrophen (z.B. Stürme, Feuer, Überschwemmungen, Erdbeben, Tsunamis, Vulkanausbrüchen)
    • Vom Menschen verursachte Katastrophen, Unfälle und Zerstörrungen (z.B. Brände, industrielle Zwischenfälle)
    • Humanitäre Katastrophen

Der GMES Notfall- und Krisenkartierungs-Dienst versorgt alle diejenigen Akteure, die mit der Bewältigung solcher Notfallsituationen befasst sind mit schnellen und hochqualitativen Karten. Hergestellt aus Daten von Erdbeobachtungssatelliten finden diese Karten in der ersten Aktionsphase Verwendung.
Diese „schnelle Kartierung“ in der ersten Phase ist eine der Prioritäten des Projektes. Nach eine Notfallsituation sollen innerhalb 6 Stunden Referenzkarten und innerhalb 24 Stunden Karten zur Analyse der Situation bereit gestellt werden.
Ebenfalls eine Priorität stellt die Erweiterung dieses Kerndienstes auf Dienste vor und nach einer Katastrophe dar. Die langfristige Entwicklung des Dienstes durch die Erzeugung von thematischen Diensten, welche einen Mehrwert für die Analyse von Katastrophen darstellen, erweitert somit das Portfolio.
Die Nutzer der Produkte nehmen im Projekt in eine Schlüsselposition ein. Ein spezielles Arbeitspaket fördert die Vergrößerung der Nutzergemeinschaft für Notfälle in- und ausserhalb Europas.
Die Beiträge des Earth Observation Center (EOC) in SAFER sind:

  • Mitglied des Leitung des Projektes und Mitglied im Steuerungsausschuss sowie dem “Strategic Management Board”
  • Verantwortlich für die Definition der SAFER Dienste und deren Weiterentwicklung
  • Bei den schnellen Notfall- und Krisenkartierungs-diensten koordiniert das DLR die alle Partner im Projekt und erstellt selbst Notfallkarten auf einer 24/7 Basis. Die dazu notwendigen Algorithmen werden im Projekt optimiert.
  • Das DLR ist in Projekt verantwortlich für die Koordination des Zugangs von Erdbeobachtungsdaten (zugänglich gemacht von der ESA über GSCDA) und den Dialog mit ESA zur Optimierung dieses Zugangs
  • Das DLR koordiniert und ist selbst beteiligt an den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zur Verbesserung des Services (z.B. 3-D Darstellungen, Luftbilder, Kartierung von Flüchtlingscamps, Prozessorentwicklung)
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LinKER


LinKER ist als direkter Vertrag mit der Europäischen Kommission eine „Preparatory Action“ um die operationelle Nutzung des GMES Notfallkartierungs-Dienstes in der gesamten Europäischen Union zu fördern. Dieses Ziel soll durch auf die Nutzer angepassten und bei ihnen installierten Schnittstellen erreicht werden. Die Nutzer umfassen dabei nationale und europäische Dienststellen, jeweils repräsentiert durch einen “National Focal Point” (FP) als auch einen europäischen FP in den Direktoraten Umwelt (DG ENV), Außenbeziehungen (DG RELEX) und Humanitäre Hilfe (DG ECHO). Alle FPs werden einen direkten Zugriff auf die Produkte des GMES Notfall-Kartierungsdienstes (i.e. SAFER) und werden dabei unterstützt, diese in die operativen Abläufe ihrer Dienste zu integrieren. Technische und prozedurale Abläufe werden dabei durch Training und Übungen einstudiert.
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GMOSAIC


Der vor-operationelle Dienst für zivile Sicherheit in GMES wird derzeit durch das FP7 Projekt G-MOSAIC – zum Teil auch durch das FP6 Projekt LIMES - sichergestellt. Beide Projekte kombinieren Erdbeobachtungstechnologien mit solchen der Navigation und Kommunikation und behandeln die folgenden, sicherheitsrelevanten Domänen:

  • Maritime Überwachung: der Seegrenzen in- und außerhalb Europas, illegale Einwanderung und Handel mit Waren, sensitiver Seetransport und Piraterie
  • Überwachung von kritischen Infrastrukturen: Landgrenzen, Energieversorgung und mehr
  • Unterstützung von friedenserhaltenden Missionen; Beobachtung von Bevölkerungsbewegungen, kritische Ressourcen
  • Unterstützung von politischen Entscheidungen und Frühwarnsystemen
  • Unterstützung von Krisenmanagement und operativen Missionen

Die Beiträge des Earth Observation Center (EOC) umfassen hierbei:

  • Die Schnittstelle zwischen dem schnellen Zugriff auf die Erdbeobachtungsdaten (ermöglicht durch das ESA GSC-DA Programm) und dem Projekt
  • Mitglied mit "Scientific Advisory Board”: Beiträge zur Beurteilung der wissenschaftlichen Aspekte der Arbeit und deren Publikation
  • Non-Proliferation und internationale Abkommen: Beiträge zur Überwachung von Nuklearanlagen mittels 3-D Veränderungsanalyse
  • Illegale Aktivitäten: Koordination und Beiträge zu den Diensten „illegaler Abbau von Rohstoffen“, „illegaler Waldeinschlag“ und „illegaler Anbau von Drogen“. Schnittstelle zu den internationalen Nutzern, welche sich um die Bedeutung des Zugangs zu Ressourcen bei der Entstehung von Konflikten befassen (peace research, policy decision support)
  • Management der Nachwirkungen, Wiederaufbau und Belastbarkeit neuer Strukturen. Koordination und Beiträge zu den Diensten „Analyse von Schäden nach Konflikten“ und „Unterstützung vom Wiederaufbau nach Konflikten“
  • Beiträge zum Portfolio des gesamten Dienste Portfolios
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