Mit Hilfe der flugzeuggetragenen optischen Fernerkundung (Serienbilder) ist es möglich Verkehrsdaten großflächig, zielgerichtet und zeitnah abzuleiten. Diese Datenquelle ist v. a. bei Katastrophen und Großereignissen eine ideale Ergänzung zu bereits vorhandenen Verkehrsdatenquellen und unterstützt Rettungskräfte und BOS in ihren Entscheidungsprozessen. Zur automatischen Extraktion der relevanten Verkehrsdaten sind komplexe Auswerteverfahren notwendig, die in Verfahren zur Straßendetektion, zur Fahrzeugdetektion und zur Fahrzeugverfolgung unterschieden werden können. Da Fahrzeuge in Bildsequenzen mit hoher Wiederholrate detektiert und verfolgt werden können, ist es möglich, neben der Fahrzeugdichte auch die Fahrzeuggeschwindigkeit abzuleiten. Hierzu ist am Institut ein Kamerasystem (3K-Kamera) aufgebaut worden, welches aus drei kommerziell erhältlichen 16 MPix Canon Kameras und einer Navigationseinheit besteht und mit dem flächenhaft serielle Bilddaten mit Frequenzen bis zu 3 Hz erfasst werden können (siehe Link zum 3K Kamera System). Die mit einer Einzelaufnahme aufgezeichnete Fläche beträgt je nach Flughöhe bis zu 7 x 2 km², sodass eine Fläche von 7 x 10 km² in ca. 2 Minuten erfasst werden kann.