Die Landung
Europas Kometenjäger
Mission Rosetta
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Die Landung auf einem Kometen - eine Premiere

Philae landet auf dem Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko
  • Landung von Philae auf dem Kometen Landung von Philae auf dem Kometen

    Landung von Philae auf dem Kometen

    Mitte November 2014 soll der Lander Philae auf dem Zielkometen 67P/Churjumov-Gerasimenko landen. (Video-Still aus "Mission ins Ungewisse - Der Kometenjäger Rosetta")

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Im Mai 2014 wird sich Rosetta dem Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko auf 934.000 Kilometer genähert haben. Dann folgt ein über mehrere Wochen dauerndes Rendezvous-Manöver. Im August 2014 beginnt in 100 Kilometern Entfernung vom Kometen dessen globale Kartierung, um einen geeigneten Landeplatz für Philae zu bestimmen. Der tatsächliche Landeplatz wird dann im Oktober 2014 festgelegt. Für den 11. November 2014 ist die Landung von Philae vorgesehen - eine Premiere in der Geschichte der Raumfahrt.

Philae wird mit Harpunen im Kometeneis verankert

Ein Komet ist ein relativ kleiner Körper und hat wenig Schwerkraft. Das Problem ist nicht, bei der Landung zu zerschellen - die auf der Erde 100 Kilogramm schwere Landesonde wiegt auf dem vier Kilometer großen Kometen nur wenige Gramm. Die Schwierigkeit besteht vielmehr darin, dass der Philae-Lander nicht wieder vom Kometen abprallt. Deshalb werden sofort nach dem ersten Kontakt mit dem Kometen  zwei Harpunen vom Lander abgeschossen, die ihn am Kometen  verankern. Philae ist so konzipiert, dass für fast alle wichtigen Funktionen im Fall eines Fehlers eine oder mehrere Ersatzlösungen existieren. So besitzt Philae eben zwei Harpunen und außerdem eine kleine Düse, die beim Auftreffen gezündet wird, um eventuelle Rückprallimpulse zu kompensieren.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Komet zum Zeitpunkt der Landung bereits aktiv ist und Gas sowie Staub ausstößt. Das verschärft die Bedingungen weiter, dürfte die Mission jedoch nicht gefährden. Die Landung wird komplett automatisch geschehen, denn eine direkte Steuerung von der Erde ist aufgrund der großen Entfernung und der damit verbundenen Zeitverzögerung von etwa einer halben Stunde für die mit Lichtgeschwindigkeit ausgesendeten Signale nicht möglich.

Zuletzt geändert am:
17.01.2014 11:02:14 Uhr

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Dr. Ekkehard Kührt
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

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Dr. Stephan Ulamec
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Nutzerzentrum für Weltraumexperimente (MUSC) Raumflugbetrieb und Astronautentraining

Tel.: +49 2203 601-4567
Elke Heinemann
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Kommunikation

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