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Eine Zeitreise zu den Anfängen des Sonnensystems
Mission Dawn
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Alle Jahrgänge

Ceres: Ungewöhnliche Hangrutschungen und instabile Kraterwände

25. August 2015

Je dichter die Dawn-Raumsonde mit ihrer Kamera an Bord über dem Zwergplaneten Ceres fliegt, desto rätselhafter - und somit spannender - scheint der Himmelskörper. "Einiges, was wir sehen, haben wir so noch nirgendwo sonst im Sonnensystem entdeckt", sagt Prof. Ralf Jaumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). "Außer auf der Erde - da gibt es ja fast alles." Mittlerweile blickt Dawn aus nur noch 1470 Kilometern Entfernung auf die Oberfläche von Ceres hinunter. Die ersten Bilder aus dem so genannten HAMO-Orbit (High Altitude Mapping Orbit) zeigen eine "Pyramide" mit ungewöhnlichen Hangrutschungen, instabile Kraterwände und Gebirgsketten. "Über vieles können wir derzeit nur spekulieren." Woher die hellen Streifen entlang des pyramidenförmigen Bergs stammen oder auch ob der Boden des Zwergplaneten aus unterschiedlichem Material besteht, sind Fragen, auf die die Planetenforscher noch Antworten suchen.

Ceres

Fruchtbarkeitsgöttinnen auf Zwergplanet Ceres

28. Juli 2015

Tamayie, der polynesische Gott der Kokosnussbäume, hat es nicht geschafft, der mexikanische Gott Nanahuatl auch nicht. Aus rund 150 Fruchtbarkeitsgöttern und -göttinnen haben Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) für das Team der NASA-Mission Dawn 17 Namen für die prominentesten Krater auf Ceres herausgepickt und der International Astronomical Union (IAU) vorgeschlagen - denn der Zwergplanet ist nach der römischen Göttin des Ackerbaus benannt. Nun bevölkern Götter von fünf Kontinenten von der hawaiianischen Haulani über die römische Landwirtschaftsgottheit Occator bis hin zu zur deutschen Göttin Gaue die abwechslungsreiche Oberfläche. "Zwischen dem höchsten Berg und dem tiefsten Kraterboden liegen rund 15 Kilometer - das entspricht fast dem Relief der Erde zwischen Marianengraben und Mount Everest", erläutert Prof. Ralf Jaumann, Planetenforscher am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Mitglied des Dawn-Teams. Allerdings ist die Erde auch um das Dreizehnfache größer als Ceres. "In der Kruste von Ceres muss also eine enorme Dynamik stecken, die eine solche Topographie auftürmt."

Ceres

Flug über Zwergplanet Ceres

8. Juni 2015

Erst fliegt die Raumsonde Dawn entlang des Äquator, dann geht es dicht über Nord- und Südpol hinweg: Die Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben mit bisherigen Aufnahmen der Kamera an Bord der Dawn-Sonde und ihren ersten dreidimensionalen Geländemodellen einen filmischen Überflug über die eisige Ceres erstellt. "Jetzt sehen wir zum ersten Mal die komplette Ceres mit ihren drei Dimensionen", sagt DLR-Planetenforscher Prof. Ralf Jaumann, der an der Dawn-Mission der NASA beteiligt ist. Der virtuelle Flug in mehr als 335 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde geht über Kraterlandschaften, helle Flecken und ausgedehnte Ebenen.

Ceres

Zwergplanet Ceres: Krater, Einsturzsenken und ungewöhnliche Linien

28. Mai 2015

Das, was Planetenforscher Prof. Ralf Jaumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) von Zwergplanet Ceres zu sehen bekommen hat, lässt nur einen Schluss zu: "Ceres ist geologisch extrem spannend." Der größte Körper im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter sorgt nämlich bereits aus der Ferne betrachtet für jede Menge Gesprächsstoff unter den Wissenschaftlern. Auch das Foto, das die Kamera an Bord der Dawn-Sonde am 23. Mai 2015 aus 5100 Kilometern Entfernung aufnahm, zeigt wieder Strukturen, die zurzeit noch nicht erklärt werden können: "Wir erkennen eine ungewöhnlich große Ansammlung von kleinen runden Strukturen auf engem Raum - dazu gehören kleinere so genannte Sekundär-Krater, die bei großen Einschlägen durch das dadurch ausgeworfene Material entstanden sind, aber auch längere linienförmige Anordnungen und sehr wahrscheinlich Einsturzsenken", erläutert der DLR-Planetenforscher, der an der amerikanischen Dawn-Mission wissenschaftlich beteiligt ist. "Ähnliche Strukturen gibt es zwar auf den Eismonden von Jupiter und Saturn, aber nicht in dieser Dichte."

Ceres

Dawn: Näher und näher an Zwergplanet Ceres

21. Mai 2015

Zuletzt umkreiste die Dawn-Sonde den Zwergplaneten Ceres in einer Höhe von 13600 Kilometern - mittlerweile schraubt sie sich nach und nach auf eine Höhe von 4400 Kilometern hinunter und blickt während ihrer Reise auch auf die geheimnisvollen hellen Flecken, deren Ursprung die Wissenschaftler bisher noch nicht erklären können. Am 16. Mai 2015 entstand dabei eine Aufnahme aus 7200 Kilometern Entfernung, die in einem der Krater gleich eine ganze Gruppe dieser Flecken zeigt. "An diesen Stellen reflektiert Material auf der Oberfläche von Ceres die Sonnenstrahlen besonders stark", erläutert Prof. Ralf Jaumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Wissenschaftler der Dawn-Mission. "Es könnte frisches Eis sein, es könnte Salz sein - da gehen die Meinungen noch auseinander."

Ceres

15 Tage Rundflug um Zwergplanet Ceres abgeschlossen

11. Mai 2015

Seit dem 23. April 2015 umkreiste die Raumsonde Dawn den Zwergplaneten Ceres in einem Abstand von nur 13.600 Kilometern. Insgesamt fast 2000 Bilder nahm währenddessen die Kamera an Bord auf und deckte dabei die komplette Oberfläche des Zwergplaneten ab. "Aus diesen Daten berechnen wir nun das erste dreidimensionale Geländemodell von Ceres, das im Laufe der Mission mit immer besserer Auflösung verfeinert und optimiert wird", sagt Prof. Ralf Jaumann, Planetenforscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Wissenschaftler im Dawn-Missionsteam. Schon jetzt aber zeigen hohe Aufwölbungen, ungewöhnliche Kraterformen, helle Flecken und erstaunlich flache Ebenen auf der Oberfläche von Ceres, dass der Zwergplanet für Diskussionen unter den Wissenschaftlern sorgen wird. "Die Aufnahmen sind zwar sehr gut, aber zurzeit können wir über vieles nur spekulieren. Ceres lässt sich nicht so einfach verstehen." Bis zum 6. Juni 2015 wird die Sonde sich nun nach und nach auf einen Abstand von nur noch 4400 Kilometern über der Oberfläche hinuntersenken und alle drei Tage den Zwergplaneten, dessen Durchmesser fast 1000 Kilometer beträgt, einmal umrunden.

Über dem Nordpol des Zwergplaneten Ceres

20. April 2015

Weiße Flecken auf dem Zwergplaneten Ceres faszinieren die Wissenschaftler seit ihrer Entdeckung. Nun hat die Raumsonde Dawn neue Bilder mit senkrechtem Blick auf den Nordpol des Zwergplaneten geschickt. Darauf sind erneut deutlich zwei der ungewöhnlichen Flecken zu erkennen, die sich klar von ihrer dunkleren Umgebung abheben.

Ceres

Vielfalt der Farben auf Ceres

13. April 2015

Es ist ein kleiner Kunstgriff, mit dem die Planetenforscher den dunklen Zwergplaneten Ceres farbig machen: Mit sieben Farbfiltern des Kamerasystems an Bord der Raumsonde Dawn analysieren sie in verschiedenen Wellenlängenbereichen, wie Ceres das Licht reflektiert. Die Daten stammen dabei aus der Anflugphase, als Dawn sich dem Zwergplaneten näherte, um am 6. März 2015 in die Umlaufbahn von Ceres einzuschwenken. Die Falschfarbenaufnahmen zeigen dabei deutlich, dass Ceres eine Oberfläche aus verschiedenen Materialien hat. "Ceres offenbart immer mehr, dass wir einen spannenden und vielfältigen Himmelskörper untersuchen", sagt Prof. Ralf Jaumann, Planetenforscher am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Mitglied im Kamerateam der Dawn-Mission. Die Falschfarbenaufnahmen erstellt das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung. Das DLR-Institut für Planetenforschung wird den Zwergplaneten kartieren und aus tausenden von Einzelaufnahmen dreidimensionale Geländemodelle berechnen.

Ceres

Im Bann der eisigen Ceres

6. März 2015

Die Raumsonde Dawn ist in ihrer Umlaufbahn um den Zwergplaneten Ceres angekommen - seit dem 6. März 2015, 13.39 Uhr Uhr mitteleuropäischer Zeit, kreist sie um den Himmelskörper. Damit Dawn von Ceres‘ Anziehungskraft in einen Orbit gezogen werden konnte, bremsten die Ionentriebwerke die Raumsonde in 61 000 Kilometern Entfernung von dem Zwergplaneten ab. Während dieses Vorgangs waren keine Aufnahmen mit der Kamera an Bord möglich. "Die insgesamt fast 20 Meter langen Solarpaneele mussten bei diesem Manöver zur Sonne ausgerichtet sein, und daher blickte die Kamera auch nicht in Richtung Ceres", sagt Prof. Ralf Jaumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Der Planetenforscher ist Mitglied im Kamerateam - und wartet gespannt auf die nächsten Bilder, die im April aus 33 000 und 22 000 Kilometern Abstand aufgenommen werden. Doch zunächst verschwindet die Raumsonde Dawn nun bis Mitte April hinter der dunklen, sonnenabgewandten Seite des Zwergplaneten.

Ceres

Raumsonde Dawn auf der Zielgerade

2. März 2015

Nur noch wenige Tage wird es dauern, bis die Raumsonde Dawn am 6. März 2015 in den Orbit um Ceres geht und somit zum ersten Mal überhaupt einen Zwergplanet besucht wird. Was Ceres den Wissenschaftlern bisher preisgegeben hat, wirft zurzeit nur noch mehr Fragen als Antworten auf: "So punktgenaue, extrem helle Flecken, wie wir sie auf den Kameraaufnahmen sehen, sind ungewöhnlich und bisher einfach noch nicht zu deuten - eine Erklärung wäre freigelegtes Eis, das das Licht stark reflektiert", sagt Prof. Ralf Jaumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Und auch die vielen unterschiedlichen Formen der Krater und ihr Erhaltungszustand haben die Wissenschaftler so nicht erwartet. Der Zwergplanet hat beispielsweise einen Krater mit einem Durchmesser von 300 Kilometern, der flacher ist, als es für einen Einschlagskrater üblich ist, aber auch Krater mit hohem Rand und einem Berg in der Mitte. "Ganz ehrlich: Ceres ist viel spannender als ich gedacht habe", betont DLR-Planetenforscher Ralf Jaumann.

 
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