Gewaltige Erdrutsche, Lavaströme und tektonische Kräfte haben diese beeindruckende Landschaft entstehen lassen, die auf den aktuellen Bildern der vom DLR betriebenen HRSC-Kamera an Bord der Raumsonde Mars Express zu sehen ist.
Vermutlich waren heftige unterirdische Dampfexplosionen für die Vertiefungen im Zentrum dieser beiden großen Einschlagkrater auf dem Mars verantwortlich, die am 4. Januar 2013 mit der vom DLR betriebenen, hochauflösenden Stereokamera HRSC auf der Raumsonde Mars Express aufgenommen wurden.
Zum ersten Mal gastiert die Marsausstellung des DLR in Skandinavien. Am 20. März 2013 wurde die Schau hochaufgelöster 3D-Großformatbilder gemeinsam mit der Deutschen Botschaft in Oslo und der Norwegischen Raumfahrtagentur NSC im INSPIRIA Science Center in Sarpsborg nahe Oslo feierlich eröffnet.
Die Nordhalbkugel des Mars ist eine einzige große Tiefebene mit nur wenigen markanten Landschaftsmerkmalen. Durch den Wechsel der Jahreszeiten kommt es dort häufig zu intensiven Staub- und Sandstürmen.
Diese neuen Bildern der Marskamera zeigen, wie ähnlich sich Regionen auf unserem Planeten, wie wir sie beispielsweise in den polaren Gebieten oder einigen Wüsten vorfinden, und auf dem Mars sind.
Diese Bilder der HRSC-Kamera auf der Mars Express-Raumsonde zeigen den Oberlauf von Reull Vallis, einem Tal, das zumindest zeitweise durch das Fließen von Gletschereis geprägt wurde.
Die Beobachtung jahreszeitlicher Phänomene hat auch auf dem Mars ihren besonderen Reiz. Da die Rotationsachse des Planeten etwa die gleiche Neigung aufweist wie die Drehachse der Erde, kommt es auch auf unserem Nachbarplaneten zu ausgeprägten Jahreszeiten. Frostablagerungen sind dann im Winter keine Seltenheit, wie die aktuellen Bilder der HRSC-Kamera zeigen.
Die Nereidum Montes sind eine Bergkette von über tausend Kilometern Länge auf dem Mars. Auf den aktuellen Bildern der HRSC-Kamera zeigt sich eine Region, in der Wasser, Eis und in jüngerer Zeit Wind und Wetter ihre Spuren hinterlassen haben.
Der Mars ist zwar viel kleiner als die Erde, aber dennoch kann er mit beeindruckenden Superlativen aufwarten. Besonders spektakulär ist das Talsystem der Valles Marineris: fast 4000 Kilometer lang, bis zu 200 Kilomneter breit und bis zu 11 Kilometer tief.
Der italienische Astronom Giovanni Schiaparelli hätte sicherlich seine Freude an diesen außerordentlich schönen Bildern der Mars Express-Raumsonde gehabt. Sie zeigen den eisbedeckten Krater Hooke im Argyre-Einschlagsbecken.
Der Hadley-Krater auf dem Mars wurde im Laufe seiner Geschichte gleich mehrmals von großen Asteroiden getroffen. Die so entstandenen Krater im Krater ermöglichen einen über zwei Kilometer tiefen Einblick in die Marskruste.
Neue Bilder der Marskamera zeigen, dass einst beträchtliche Wassermassen aus südlicher Richtung über das Ladon-Tal in ein altes, großes Einschlagsbecken geflossen sind.
Auf den aktuellen Bildern der Stereokamera HRSC fällt sofort ein etwa 16 Kilometer großer, leicht elliptischer Krater auf, dessen Auswurfdecke die Form eines Schmetterlings hat.
In der Region Arabia Terra gibt es viele Krater, die mit Ablagerungen aus unterschiedlichen Materialien gefüllt sind und die im Laufe der Zeit stark abgetragen wurden. So zeigen die aktuellen Bilder der HRSC-Kamera zahlreiche so genannte Yardangs im Danielson-Krater, deren unterschiedliches Material durch Klimaschwankungen erklärt werden könnte.
Ein vom DLR Raumfahrtmanagement gemeinsam mit dem Freistaat Bayern geförderte Verbundprojekt "Valles Marineris Explorer" soll in Simulationen und praktischen Versuchen auf der Erde Navigationslösungen finden, mit denen ein Schwarm aus Bodenfahrzeugen und Flugeinheiten in tiefen Kratern und Schluchten fremder Planeten nach Leben suchen kann.
Neue Bilder der HRSC-Kamera auf der Mars Express-Sonde zeigen zahlreiche ausgetrocknete Flusstäler und mehrere ehemalige Kraterseen in der Region Acidalia Planitia. Sie sind ein weiterer Beleg dafür, dass es für einen längeren Zeitraum Wasser auf der Marsoberfläche gab. Solche Gebiete sind insbesondere für die Suche nach mikrobiellem Leben interessant, das sich unter diesen Umständen dort entwickelt haben könnte.
In der Vulkanregion Tharsis können zahlreiche ungewöhnliche Landschaftsphänomene beobachtet werden. Die vom DLR betriebene HRSC-Kamera auf der Raumsonde Mars Express nahm eine Reihe von geradlinigen Bruchstrukturen auf, entlang deren Verlauf sich Ketten von bis zu 1500 Meter tiefen Trichtern gebildet haben. Über die Entstehung dieser Trichterketten sind sich die Marsforscher noch uneins.
Die aktuellen HRSC-Bilder zeigen einen Teil der nördlichen Abbruchkante von Ius Chasma. Dieses Tal gehört zu den Valles Marineris, dem größten Riftsystem im Sonnensystem.
Die Bilder der Stereokamera-HRSC zeigen eine Region, die Hobby-Astronomen bestens vertraut ist: Syrtis Major. Die Vulkanprovinz ist als dunkler Fleck auf der Marsscheibe relativ leicht zu identifizieren.
Die Region Tempe Terra ist eine der geologisch vielfältigsten auf dem Mars. Die Aufnahmen der hochauflösenden Stereokamera HRSC zeigen zahlreiche interessante geologische Phänomene.