Rosat

Die wissenschaftliche Nutzlast des Röntgensatelliten Rosat

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  • Das Spiegelsystem von Rosat

    Das Spiegelsystem von Rosat

    Das Spiegelsystem von Rosat besteht aus vier ineinander gesetzten Wolter-Spiegeln mit einer Brennweite von 2,4 Metern. Die Ringspiegel sind jeweils 50 Zentimeter lang, der größte hat einen Durchmesser von 84 Zentimetern. Die von der Firma Carl Zeiss hergestellten Spiegel zeichneten sich durch die glattesten Spiegel-Oberflächen aus, die bis dahin produziert wurden.

    Das Foto zeigt den Blick auf das Spiegelsystem aus der "Perspektive" der einfallenden Röntgenstrahlen.

  • Der PSPC%2dDetektor an Bord von Rosat

    Der PSPC-Detektor an Bord von Rosat

    Rosat ist mit drei Detektoren ausgestattet. Zwei davon waren baugleiche Vieldrahtproportionalzähler - sogenannte PSPC-Detektoren (Position Sensitive Proportional Counter), entwickelt vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) in Garching. Der PSPC-Detektor erlaubt ein großes Gesichtsfeld und eine Energieasuflösung, die eine Unterscheidung in vier Farben ermöglicht.

Der Röntgensatellit Rosat ist mit zwei Teleskopen ausgestattet, die mittlerweile nicht mehr in Funktion sind: Hauptinstrument war das Röntgenteleskop; ein weiteres Teleskop registrierte die Strahlung der Himmelsobjekte im extrem ultravioletten Spektralbereich.

Im Röntgenteleskop wurde die einfallende Röntgenstrahlung zunächst durch eine "Wolter-Optik" gebündelt. Da Röntgenstrahlung von einer gewöhnlichen Linse oder einem Spiegel einfach absorbiert werden würde, entwickelte der deutsche Physiker Hans Wolter 1951 diese spezielle Röntgenoptik, die darauf beruht, dass Röntgenstrahlung nur unter einem flachen Winkel reflektiert werden kann. Die Wolter-Spiegel mit einer extrem glatten, speziell geformten Spiegeloberfläche bestehen aus mit Gold beschichtetem Zerodur, einem glaskeramischen Werkstoff. Im Röntgenteleskop des Rosat-Satelliten waren insgesamt vier Wolter-Spiegel verschiedener Größe ineinandergesetzt, die das Röntgenlicht durch zwei streifende Reflexionen fokussierten. 

Für die Registrierung der Strahlung standen zwei verschiedene Detektortypen zur Verfügung, die wechselweise in den einfallenden Röntgenstrahl gefahren werden konnten: der (doppelt vorhandene) ortsempfindliche Proportionalzähler (Position Sensitive Proportional Counter, PSPC) und ein hochauflösender Bilddetektor (High Resolution Imager, HRI).

Die beiden PSPC-Detektoren wurden am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching entwickelt und hatten den Vorteil eines großen Gesichtsfeldes sowie einer Energieauflösung, die die Unterscheidung von vier "Farben" erlaubte. Der HRI-Detektor wurde von der NASA zur Verfügung gestellt und am Smithsonian Astrophysical Observatory gefertigt. Während der PSPC-Detektor Röntgen-"Farbbilder" aufnahm, lieferte der HRI-Detektor schärfere Schwarzweiß-Aufnahmen. Beide Detektor-Typen ergänzten sich somit.

Die Weitwinkelkamera WFC der britischen Universität Leicester erfasste die extreme ultraviolette Strahlung. Mit drei ineinandergeschachtelten Aluminiumspiegeln wurde die Strahlung auf einen Mikrokanalplatten-Detektor abgebildet.

Zuletzt geändert am:
30.06.2011 11:38:25 Uhr