Thomas Reiter während seines Außenbordeinsatzes am 3. August 2006
Der deutsche ESA-Astronaut Thomas Reiter, Flugingenieur 2 der Expedition 13-Crew an Bord der Internationalen Raumstation ISS, fotografiert während seines Außenbordeinsatzes (EVA) am 3. August 2006, den er gemeinsam mit den NASA-Astronauten Jeff Williams (nicht im Bild) durchgeführt hatte. Insgesamt dauerte der EVA 5 Stunden und 54 Minuten.
Quelle: NASA..
"Erst als ich meinen Helm abnehme, merke ich, dass etwas anders ist: Der Helm schwebt, gerade da wo ich ihn losgelassen habe. Wir sind in unserer Erdumlaufbahn angekommen", schrieb Astronaut Gerhard Thiele in seinem Bordtagebuch, als er im Februar 2000 im Rahmen der Shuttle Radar Topography Mission ins All flog. Auch Astronaut Thomas Reiter geriet ins Schwärmen, nachdem er seinen Außenbordeinsatz erfolgreich durchgeführt hatte: "Wer lange Zeit in einer Raumstation arbeitet, ist natürlich froh wenn er auch mal nach draußen darf. Näher konnte ich dem Weltall nicht sein. Man arbeitet am Äußeren der Station, bewegt sich mit 28.000 Stundenkilometern und hat einen Blick, der sich durch ein Fenster nie bietet. Das ist ein überwältigendes Erlebnis, ein fast unbeschreibliches Gefühl", sagte er.
Das Gefühl der Schwerelosigkeit erlebten bis heute zehn Deutsche, die sich als Astronauten und Kosmonauten auf den Weg ins All machten. Bei manchen blieb es bei einem Flug, andere flogen mehrmals. Thomas Reiter kann mit zwei Langzeitmissionen auf den längsten Aufenthalt im All zurückblicken, Ulf Merbold war mit drei Missionen in elf Jahren am häufigsten im Orbit. Nicht jeder, der in das Europäische Astronautenkorps aufgenommen wurde, startete tatsächlich - Eberhard Köllner, Renate Brümmer und Heike Walpot blieben als Ersatzastronauten am Boden. Als letzter Deutscher wurde Alexander Gerst 2009 in das Astronautenkorps berufen.
Deutsche Astronauten und ihre Missionen
Zuletzt geändert am:19.07.2011 13:24:43 Uhr