Columbus kurz vor dem Transfer zum Kennedy Space Center Columbus, Europas Beitrag zur ISS, ist ein Mehrzwecklabor für die multidisziplinäre Forschung unter Schwerelosigkeit und wurde am 11. Februar 2008 dauerhaft an die ISS montiert und in Betrieb genommen. Es ist 6,9 Meter lang und hat einen Durchmesser von 4,5 Metern.
1985 verabschiedete der ESA-Ministerrat in Rom die europäische Beteiligung an der Internationalen Raumstation ISS. Auf dem folgenden Ministerrat in Den Haag 1987 wurde das Columbus-Programm bestätigt und eine dreijährige Vorbereitungsphase beschlossen.
Columbus ist ein Forschungslabor, in dem bis zu drei Astronauten auf 25 Kubikmetern an wissenschaftlichen Experimenten arbeiten können. Die Außenwand von Columbus besteht aus mehreren Lagen Aluminium, Kevlar und Nextel. Die Materialien schützen das Labor vor Beschädigungen durch Mikrometeoriten, Weltraummüll und kosmischer Strahlung und isolieren es vor starker Temperatureinwirkung.
Bei der wissenschaftlichen Forschung auf der ISS ist Deutschland eine der wichtigsten Nationen. Dies gilt besonders für den Bereich "Forschung unter Weltraumbedingungen" (Bio- und Materialwissenschaften), bei dem rund 40 Prozent der im europäischen Wettbewerb ausgewählten Projekte aus deutschen Forschungsinstituten stammen.
Seit seiner Installation an der Internationalen Raumstation ISS wird das europäische Forschungsmodul für biologische, medizinische und physikalische Experimente in Schwerelosigkeit genutzt.