Augsburg

Aktion zum Mitmachen auf der JEC 2012: Besucher des DLR-Stands arbeiten mit Kohlefaser

DLR-Stand auf der JEC

Donnerstag, 22. März 2012

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    DLR-Messestand auf der JEC 2012

    DLR-Messestand auf der JEC 2012

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    Ein Besucher positioniert Zuschnitte...

    Ein Besucher positioniert Zuschnitte und bewegt anschließend den Roboter in Messposition.

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    Ein Besucher positioniert Zuschnitte und bewegt anschließend den Roboter in Messposition.

  • Kooperierende Roboter beim ZLP Augsburg

    Kooperierende Roboter beim ZLP Augsburg

    Kooperierende Roboter beim ZLP Augsburg.

Auf Europas Leitmesse für Faserverbundtechnologie, der JEC in Paris, lockt der Gemeinschaftsstand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zahlreiche Besucher an. Interaktive Elemente, Demonstratoren und Exponate haben die Forschungsarbeit des DLR rund um die Luftfahrt  erlebbar gemacht.

Bereits zum dritten Mal präsentierten das DLR-Institut für Bauweisen- und Konstruktionsforschung und das DLR-Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik gemeinsam mit den beiden Standorten des Zentrums für Leichtbauproduktionstechnologie (ZLP) aktuelle Forschungsthemen. Mit dem ZLP Augsburg und mit dem ZLP Stade stand ein wichtiges Thema im Fokus: die automatisierte Produktion von CFK-Bauteilen für die Luftfahrt.

Mensch-Maschine-Interaktion: Livedemonstration

Das ZLP Augsburg präsentierte ein Roboterwerkzeug, das große Kohlefasergelege greift und ablegt. Zwei kooperierende Roboter können damit bis zu sechs Meter lange Bahnen automatisch in einer Form ablegen. In Augsburg hat diese Form die Dimension einer Flugzeughalbschale.

Beim zweiten Exponat aus Augsburg durften Messebesucher selbst Hand anlegen. Die Herausforderung bei der Produktion von CFK-Bauteilen mit Robotern ist es die Kohlefasergelege genau zu positionieren. Diese schwierige Aufgabe durfte am DLR-Stand der Mensch übernehmen.  Eine Laserprojektion markierte die Soll-Position und die Besucher haben den Kohlefaserzuschnitt entsprechend abgelegt. Der KUKA Leichtbauroboter konnte mit einem Laserscanner anschließend die Kanten der Zuschnitte vermessen. Danach hat das System des DLR diese Daten ausgewertet und die exakte Lage der Zuschnitte, Spalten und Überlappungen in einer 3D-Visualisierung angezeigt. Die Besucher erkannten sofort wie sorgfältig sie gearbeitet haben. Für die Produktionstechnik im Industriemaßstab ist es sehr wichtig Fehler bereits im Fertigungsprozess zu diagnostizieren und zu beheben.

Das ZLP Stade präsentierte mit zwei Modellen wie ein automatisierter Produktionsprozess mit großen Roboteranlagen abläuft. Mit diesen beiden Anlagen forschen die DLR-Wissenschaftler in Stade im Industriemaßstab – auch in Augsburg entsteht derzeit eine große Roboterzelle.

Sicherheit für Flugzeuge und Hubschrauber

Das Institut für Bauweisen- und Konstruktionsforschung, zu dem das ZLP Augsburg gehört präsentierte einen Crashspant für künftige Hubschrauberstrukturen. Hauptaufgabe solcher Crashelemente ist es, möglichst viel Energie zu absorbieren und den Überlebensraum für Passagiere zu sichern. Das Stuttgarter Institut deckt hier alle notwendigen Kompetenzen ab: von der Simulation, über Crashtests bis hin zur Integration in ein Gesamtsystem.

Verbesserter Komfort für Flugpassagiere

In der Flugzeugkabine spielt die Akustik eine wichtige Rolle für den Komfort der Flugpassagiere. Das DLR-Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik hat deshalb in Zusammenarbeit mit der Lufthansa Technik AG eine innovative Innenverkleidung in Leichtbauweise entwickelt. Diese ist mit aktiven Elementen ausgestattet, die Schall besser dämpfen. Ein Teil dieser Kabinenstruktur konnten die Besucher in Paris sehen.

Insgesamt neun DLR-Exponate waren dieses Jahr in Paris. Beide Institute zogen eine positive Bilanz und haben sich über das große Interesse an den DLR-Themen gefreut. Unterstützt wurde der Messeauftritt vom DLR-Technologiemarketing und von der DLR-Kommunikation.

Zuletzt geändert am:
07.09.2012 14:10:26 Uhr

Kontakte

 

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Michael Kupke
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Institut für Bauweisen- und Konstruktionsforschung

Tel.: +49 152 0150-5922