DLR-Standort Göttingen
Luftbild des DLR-Standortes Göttingen.
Quelle: DLR (CC-BY 3.0).
Kabinenströmung in Forschungsflugzeug Do 728
Mit Laser und Nebelpartikeln macht das DLR Göttingen die Luftströmung in der Flugzeugkabine sichtbar. Ziel ist es, den Komfort zu steigern.
Erstes Flugzeug mit Pfeilflügeln: Ju 287
Das weltweit erste Flugzeug mit Pfeilflügeln: Die Junkers 287 flog 1944 erstmals als Prototyp. Die vorwärts gepfeilten Flügel werden erst in jüngster Zeit wieder aufgegriffen. Hier ist ein Modell in einem Windkanal der Aerodynamischen Versuchsanstalt Göttingen zu sehen.
Ludwig Prandtl - Vater der modernen Aerodynamik
Ludwig Prandtl gilt heute als einer der maßgeblichen Gründerväter der institutionalisierten Luftfahrtforschung. Mit der Gründung der Modellversuchsanstalt für Aerodynamik der Motorluftschiff-Studiengesellschaft, der späteren Aerodynamischen Versuchsanstalt, AVA, einer Vorgängergesellschaft des heutigen Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), hat er 1907 in Göttingen den Grundstein für die moderne Strömungsforschung in der Luft- und Raumfahrt gelegt.
Transsonischer Windkanal Göttingen
Der Transsonische Windkanal Göttingen (TWG) wird für die Erforschung künftiger Raumfahrzeuge, Flugzeuge und Hubschrauber eingesetzt.
Von Vögeln lernen
In einem Projekt analysieren Wissenschaftler des DLR, der RWTH Aachen und der Universität der Bundeswehr München den Flug von frei fliegenden Schleiereulen.
Zug der Zukunft - Next Generation Train
Schneller und sparsamer: Im Projekt "Next Generation Train" zeigt das DLR auf, was technisch möglich ist. Die Aerodynamik für diesen "Zug der Zukunft" wird in Göttingen erforscht.
Zylinder voll Weltraum
In der Simulationsanlage für Treibstrahlen werden unter Weltraumbedingungen die Abgase von Satellitentriebwerken untersucht.
Weltweit einzigartig: Die Tunnelsimulationsanlage des DLR
In der weltweit einzigartigen Tunnelsimulationsanlage Göttingen werden Zugmodelle bis auf 400 Stundenkilometer katapultiert. Dann werden die Druckwelle bei Tunneldurchfahren sowie die Wirkung von Seitenwind untersucht.
Göttingen gilt als die Wiege der modernen Aerodynamik. Hier wurde 1907 die weltweit erste staatliche Luftfahrtforschungseinrichtung gegründet. Heute arbeiten im DLR Göttingen über 430 Fachleute an den Flugzeugen, Raumschiffen und Hochgeschwindigkeitszügen der Zukunft.
In Göttingen wurden wichtige Grundlagen der modernen Luftfahrt erforscht. Hier entwickelte Ludwig Prandtl die Grenzschichttheorie, testete Hans Joachim Pabst von Ohain den Vorläufer des ersten Strahltriebwerks und erfanden die Forscher den Pfeilflügel als Voraussetzung für den schnellen Reiseflug.
Einmalige Windkanäle und Weltspitze in der Messtechnik
Für experimentelle Untersuchungen stehen mehr als 20 Windkanäle und Großforschungsanlagen zur Verfügung. Dazu zählen weltweit einmalige Anlagen wie ein Katapult für die Erforschung von Hochgeschwindigkeitszügen. Das DLR Göttingen betreibt zusammen mit der französischen Luft- und Raumfahrtforschungseinrichtung ONERA die größte mobile Standschwingungsanlage Europas. Auf dem Gebiet der optischen Messtechniken für Strömungen zählt das DLR Göttingen zur Weltspitze.
Schwerpunkte der Forschung
In Göttingen kooperiert das DLR eng mit der Universität Göttingen, anderen Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie in Netzwerken wie z.B. Measurement Valley.
Ausbildung und Nachwuchsförderung
Das DLR ist ein anerkannter Ausbildungsbetrieb. Es bietet in Göttingen und Braunschweig Schul- und Berufspraktika, gewerblich-technische und kaufmännische Ausbildung, betreut Diplomarbeiten und qualifiziert Wissenschaftler zusätzlich durch Promotionen. Das DLR-Schülerlabor Göttingen ist ein außerschulischer Lernort, in dem Jugendliche selbstständig experimentieren und Einblicke in den Forschungsalltag gewinnen können.
Institute und Einrichtungen des Standortes
Zuletzt geändert am:20.09.2011 16:14:37 Uhr