Forschungsflugzeuge

LFU 205

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  • Das einmotorige Flugzeug LFU 205

    Das einmotorige Flugzeug LFU 205

    Das Flugzeug wurde in den 60er Jahren in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Leichtflugtechnik-Union (LFU), einem Zusammenschluss der Firmen Bölkow, Rhein-Flugzeugbau und Pützer-Kunststofftechnik entwickelt.

Angetrieben von einem Lycoming-Kolbenmotor mit 200 PS ist die einmotorige LFU 205 seit 1984 beim Flugbetrieb des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Braunschweig im Einsatz. Als erstes Flugzeug dieser Klasse in Kunststoffbauweise dient sie als Entwicklungsträger für laminare Tragflügelprofile.

Das Flugzeug wurde in den 60er Jahren gemeinsam vom DLR und der Leichtflugtechnik-Union (LFU) entwickelt. Der Erstflug fand 1968 statt. Die in Braunschweig betriebene LFU 205 ist der Prototyp dieses Luftfahrzeugs und wurde als Einzelstück gefertigt.

Die Tragflügel der DLR-LFU wurden durch die Installation eines so genannten "Handschuhs" mit modernen Laminarprofilen verändert. Zur Untersuchung der daraus resultierenden geänderten Profil- und aerodynamischen Eigenschaften wurde eine Bordmessanlage integriert.

Bei Testflügen mit der LFU 205 messen DLR Wissenschaftler unter anderem die Druckverteilung und den Widerstand an Tragflügelprofilen. Hinzu kommen Grenzschichtuntersuchungen, die weitere Erkenntnisse über den Einfluss der Reibung am Tragflügelprofil zum Ziel haben. Dabei erfolgt auch die Untersuchung der laminaren und turbulenten Strömungen an der Tragfläche, sowie deren Übergänge mit Hilfe von Infrarot-Technik. Von besonderem Interesse ist dabei der Umschlag von laminaren zu turbulenten Strömungen. Diese können sich beispielsweise durch die Verschmutzung des Tragflügelnasenbereichs, wie sie durch Insekten oder Vereisung entsteht, verändern. Dabei verursacht eine turbulente Umströmung des Tragflügelprofils infolge von Verwirbelungen und Querströmungen einen höheren Reibungswiderstand und somit einen höheren Treibstoffverbrauch. Ziel ist es, die Strömung um das Profil über eine möglichst lange Strecke laminar zu halten. Das bedeutet, Verwirbelungen und Querströmungen zu verhindern, um dadurch den Reibungswiderstand zu minimieren.

Missionen - Forschungsschwerpunkte

Mit der LFU 205 werden unter anderem folgende Untersuchungen durchgeführt:

  • Messungen der Druckverteilung und des Widerstands an Tragflügelprofilen
  • Grenzschichtuntersuchungen, mit denen der Einfluss von Reibung am Tragflügelprofil gemessen wird 
  • Beobachtungen des laminar-turbulenten Umschlags mittels Infrarot-Technik
  • Untersuchungen zur Beseitigung des laminar-turbulenten Umschlags, der beispielsweise durch Verschmutzung des Tragflügelnasenbereichs, wie sie durch Insekten oder Vereisung entsteht, hervorgerufen wird.
    Die turbulente Umströmung eines Tragflügelprofils erzeugt infolge von Verwirbelungen und Querströmungen einen höheren Reibungswiderstand (hohen Treibstoffverbrauch). Man ist daher bestrebt, die Strömung um ein Profil über eine möglichst lange Strecke laminar zu halten, das heißt, Verwirbelungen/Querströmungen zu verhindern und dadurch den Reibungswiderstand zu minimieren.

 

Technische Daten

LFU 205

Länge: 7,44 Meter
Höhe: 2,30 Meter
Spannweite: 10,50 Meter
Kabinenlänge 2,20 Meter
Kabinenbreite: 1,10 Meter
Kabinenhöhe: 1,25 Meter
Sitzplätze: 3
Leergewicht: 947 Kilogramm
Gesamtgewicht: 1280 Kilogramm
Antrieb: Lycoming IO-360-Kolbenmotor mit 200 PS Leistung
Propeller: Verstellpropeller Hartzell HC-C2YK-1 B
Reichweite: circa 1000 Kilometer
Flughöhe: maximal 3600 Meter (12.000 Fuß)
Geschwindigkeit: maximal 325 Kilometer pro Stunde
Flugdauer: 3:30 Stunden 
Tankkapazität: zwei x 96 Liter
Ursprüngliche Nutzung: zivile Nutzung
Flugbetrieb:  Braunschweig 

Zuletzt geändert am:
27.09.2012 15:07:29 Uhr

Kontakte

 

Stefan Seydel
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Leiter Forschungsflugabteilung Braunschweig

Tel.: +49 531 295-2240