Kostengünstiger, sicherer und umweltfreundlicher Strom aus konzentrierenden Solarsystemen könnte im Jahr 2050 rund 15 Prozent des europäischen Strombedarfs decken. Das bestätigen Studien, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Auftrag des Bundesumweltministeriums erstellt hat. Ausführliche Informationen zu den DLR-Studien sind auf der folgenden Seite zusammengestellt.
Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben in ihren Energie-Studien nachgewiesen, dass es möglich ist, Europa und Nordafrika mit umweltfreundlicher Energie zu versorgen. Auf ihren Arbeiten beruht das Energie-Konzept DESERTEC. Das DLR-Video zeigt, wie die Region mit kostengünstigem Strom aus der Wüste versorgt werden kann.
In Marokko wird eine Unternehmensgruppe, angeführt von der ACWA Power aus Saudi Arabien, ein Solarkraftwerk bauen, das Strom für unter 15 Cent pro Kilowattstunde anbietet. Das ist weit weniger, als Anbieter derzeit in Spanien für Strom aus den Solarkraftwerken vergütet bekommen. Prof. Ulrich Wagner, Vorstand für die Bereiche Energie und Verkehr beim DLR, erläutert, weshalb Solarkraftwerke nun deutlich günstigeren Strom produzieren können und weshalb er noch weitere Preissenkungen erwartet.
Vom 11. bis zum 14. September 2012 fand in Marrakesch, Marokko, die SolarPACES-Konferenz statt, die weltweit größte und wichtigste Fachtagung zum Thema Solarthermische Kraftwerke und Chemische Energiesysteme. Themen der Konferenz, auf der sich die weltweit führenden Wissenschaftler und Vertreter aus Industrie und Politik austauschten, waren vor allem die neusten Entwicklungen zu effizienten und kostengünstigen Solarkraftwerken. Marokko hat als nordafrikanisches Land mit viel Sonneneinstrahlung große Potenziale für den Bau von Solarkraftwerken.
Greenpeace International hat am 5. Juni 2012 einen grundsätzlichen Entwicklungspfad zu einer nachhaltigen Energieversorgung in ihrer Studie Energy [R]evolution vorgestellt. Das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Zusammenarbeit mit Partnern erarbeitete globale Energieszenario zeigt Wege auf, wie Erneuerbare Energien bis zum Jahr 2050 eine sichere und nachhaltige Versorgung gewährleisten können. Gleichzeitig kann so der Ausstoß von klimaschädlichem CO2 drastisch reduziert werden. Das Szenario Energy [R]evolution ist bereits zum vierten Mal erschienen
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird im Auftrag des Qatar National Food Security Program (QNSFP) die Potentiale der Sonne zur nachhaltigen Erzeugung von Energie in dem arabischen Emirat zu untersuchen. Das DLR wird bei der Suche nach geeigneten Standorten für Solarkraftwerke unterstützen und lokale Fachkräfte beim Aufbau und Betrieb der Anlagen beraten. Die Zusammenarbeit wurde am 8. Dezember 2011 in Qatar vereinbart.
Als zuverlässige Technologie können Solarthermische Kraftwerke eine wichtige Rolle bei der Umstellung des Stromnetzes auf Erneuerbare Energien spielen. Im Gegensatz zu anderen erneuerbaren Quellen liefern sie Strom nach Bedarf und können so das Netz stabilisieren. Dies betont eine Studie des EASAC (European Academies Science Advisory Council), die unter der Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) von führenden europäischen Wissenschaftlern erstellt wurde. Sie wurde am 7. November 2011 in Brüssel der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan, überreicht.
Der im November 2011 erschienene DESERTEC-Atlas beschreibt Lösungsansätze, die das Wüstenstrom-Konzept weltweit bietet. Experten aus ganz unterschiedlichen Fachrichtungen zeigen, welchen Beitrag DESERTEC neben der Energieversorgung zu Klimaschutz, Armutsbekämpfung, Bildung, Gerechtigkeit, Sicherheit und Frieden leisten kann. Franz Trieb, Wissenschaftler beim Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) ist einer der Autoren. Er erläutert Lösungen für die Wasserversorgung in Wüstenländern. Der Atlas informiert auch über den Preis des nachhaltigen Stroms aus der Wüste und stellt bereits realisierte Projekte vor.
Vom 19. bis 20. Mai 2011 erörtern hochrangige Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik beim Symposium Solar Energy for Science die Potentiale der Solarenergie bei der Energieversorgung der Zukunft. Im Interview beschreibt Prof. Wagner, DLR-Vorstand für Energie und Verkehr, welchen Beitrag Wissenschaftler leisten können, damit Afrika und Europa saubere Energie aus der Wüste beziehen können. Das Symposium findet beim Forschungszentrum DESY in Hamburg statt.
Im südspanischen Carboneras haben das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der spanische Energieerzeuger Endesa am 31. März 2011 eine Pilotanlage eingeweiht. Bei diesem Solarkraftwerkstyp wird durch gebündelte Sonnenstrahlen der Wasserdampf, der später einen Stromgenerator antreibt, direkt erzeugt. Highlight der Anlage ist ein neuartiges Speichersystem, das die Wärme als fühlbare und als latente Wärme effizient speichert und damit die Stromproduktion eines Kraftwerks auch bei Nacht möglich macht.
Im Interview spricht Prof. Dr. A. Khalil, Vizedekan der Fakultät für Ingenieurswissenschaften der Universität Kairo, über Erneuerbare Energien in Ägypten und das DLR-Projekt enerMENA (Energy in Middle East and North Africa).
Im Interview spricht Prof. Chiheb Bouden, Leiter der Ecole Nationale d'Ingénieurs in Tunis, über Erneuerbare Energien in Tunesien und das DLR-Projekt enerMENA (Energy in Middle East and North Africa).