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Luftfahrtforschung im DLR

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  • Numerische Simulation

    Numerische Simulation

    Numerische Simulation: Simulierte Druckverteilung für ein Verkehrsflugzeug im Landeanflug

  • Forschungsflugzeug Falcon des DLR

    Forschungsflugzeug Falcon des DLR

    Das DLR-Forschungsflugzeug Falcon 20 E ist eines der wichtigsten Hilfsmittel zur Erkundung von Erde und Atmosphäre. Es ist weltweit im Rahmen verschiedener Forschungsprojekte im Einsatz.

  • Computersimulation von Wirbeln

    Computersimulation von Wirbeln

    Computersimulation von Wirbeln: Auf der Oberseite von Hubschrauberrotoren bildet sich ein Unterdruck, der die Luft nach oben zieht. Diese dreht sich dabei zu einem Wirbel, dem sogenannten Blattspitzenwirbel, auf und wird dann nach unten gelenkt. Treffen die nachlaufenden Rotorblätter auf diese Wirbel, kommt es zu den typischen Knattergeräuschen von Hubschraubern.

  • Fliegender Hubschrauber Simulator (ACT/FHS) mit Fly%2dby%2dLight%2d und Fly%2dby%2dWire%2dSteuerung

    Fliegender Hubschrauber Simulator (ACT/FHS) mit Fly-by-Light- und Fly-by-Wire-Steuerung

    Durch sein optisches und elektronisches Steuerrungssystem kann der FHS das Flugverhalten anderer Hubschrauber simulieren.

  • DLR%2dForschungsflugzeug Falcon

    Messflug der Falcon über dem Vulkan Eyjafjalla am 1. Mai 2010

    Am 14. April 2010 brach der isländische Vulkan Eyjafjalla aus und sorgte dafür, dass große Teile des Flugverkehrs über Europa eingestellt wurden. Zu diesem Zeitpunkt existierten keine fest definierten Grenzwerte für Aschekonzentrationen in der Luft. Es war lediglich international festgelegt, dass Flüge in Regionen mit erhöhter Aschekonzentration zu vermeiden seien - zu groß erschien die Gefahr, dass die Flugzeuge durch die Aschepartikel Schaden nehmen könnten. Knapp eine Woche nach dem Ausbruch, am 20. April 2010, wurde der zulässige Grenzwert auf zwei Milligramm Asche pro Kubikmeter unter Auflagen als zulässig definiert. Hierzu trugen die Messflüge der Falcon 20E des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) erheblich bei. Die gesammelten Daten sind jetzt ausgewertet: Über Deutschland wurde an keinem Tag der definierte Grenzwert überschritten. Dank des neuen Grenzwerts und verbesserter Vorhersagen an Modellen können Luftraumsperrungen bei einem Vulkanausbruch in Zukunft eingeschränkt oder sogar vermieden werden.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betreibt neben Grundlagenforschung vor allen Dingen anwendungsorientierte Luftfahrtforschung. Vorrangiges Ziel der DLR-Luftfahrtforschung ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der nationalen und der europäischen Luftfahrtindustrie und Luftverkehrswirtschaft zu stärken und den Anforderungen von Politik und Gesellschaft nachzukommen.

Das DLR stellt sich der Herausforderung, den stark wachsenden Luftverkehr effizient, umweltfreundlich und nachhaltig zu gestalten. Das Technologieportfolio des DLR orientiert sich an den Zielen des europäischen Strategiepapiers "Vision 2020" und dem nationalen Pendant "Luftfahrt 2020". Die Hauptziele lauten:

  • Reduzierung der Kosten des Luftverkehrs um 30 Prozent
  • Reduktion der Unfallrate um 80 Prozent
  • Steigerung des europäischen Flugverkehrsaufkommens auf 16 Millionen Flüge pro Jahr
  • Reduktion der Kohlendioxid-Emissionen um 50 Prozent und der Stickoxid-Emissionen um 80 Prozent
  • Reduktion des wahrgenommenen Lärms um 50 Prozent

Zur Erreichung der gesetzten Ziele wurde auf europäischer Ebene vom "Advisory Council for Aeronautic Research in Europe" (ACARE) die "Strategic Research Agenda" (SRA) erarbeitet, aus der sich die Luftfahrtstrategie des DLR maßgeblich ableitet. Augenblicklich erstellt ACARE auf Basis der neuen europäischen Luftfahrtvision "Flightpath 2050" eine "Strategic Research and Innovation Agenda" (SRIA), welche die bestehende SRA in 2012 ablösen wird. Die SRIA wird dann ebenfalls in die Luftfahrtstrategie des DLR einfließen.

Mit seinen bestehenden Instituten, der Beteiligung an den Deutsch-Niederländischen Windkanälen (DNW) und am Europäischen Transsonischen Windkanal (ETW) sowie seiner Flotte von Forschungsflugzeugen (zum Beispiel Falcon, HALO) besitzt das DLR die Fähigkeit, das gesamte Lufttransportsystem zu betrachten. Die DLR-Forschung zum Lufttransportsystem umfasst dabei die land- und luftseitigen Operationen am Flughafen, das Luftfahrzeug als hochkomplexes System und letztlich die Flugführungsaktivitäten.

Um eine erfolgreiche Umsetzung der Ziele der "Vision 2020" zu gewährleisten, baut das DLR seine Fähigkeit zur Systemanalyse und Technologiebewertung für das Lufttransportsystem gezielt aus. Wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung einer solchen Bewertungskompetenz bietet die im Technologieportfolio des DLR stark ausgeprägte Schwerpunktsetzung auf die so genannte numerische Simulation - also die computergestützte Berechnung der Umströmung eines Flugzeugs - und ihre experimentelle Validierung.

Eine weitgehend eigenständige Rolle spielt im Spektrum der Luftfahrzeuge der Hubschrauber. Aufbauend auf den in über 25 Jahren entwickelten Großforschungsanlagen wie dem Rotorversuchsstand ROTOS und Flugversuchsträgern wie den Helikoptern BO-105 und EC 135 FHS führt das DLR weltweit führende Forschungsvorhaben im Bereich der Rotor-Aerodynamik, der Rotordynamik, der Gesamtsystembeschreibung, der dynamischen Interaktion von Pilot und Hubschrauber sowie der Steuerung und Führung von Hubschraubern durch.

Die Luftfahrtforschungsthemen umfassen sowohl zivile als auch wehrtechnische Fragestellungen. Die wehrtechnischen Forschungsthemen des DLR orientieren sich am langfristigen Bedarf des Verteidigungsministeriums und werden in enger Abstimmung mit Behörden und der nationalen sowie europäischen Industrie definiert.

Neben der anwendungsorientierten Forschung ist die Grundlagenforschung für das DLR unverzichtbar. Eine besonders ausgeprägte Rolle spielt die Grundlagenforschung im Themenkomplex "Luftverkehr und Umwelt" der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF). Hier geht es einerseits um das Verständnis der maßgebenden Einflüsse des wachsenden Luftverkehrs auf die Umwelt, andererseits aber auch um eine bessere Vorhersage der für den Flugbetrieb wichtigen Wetterfaktoren.

Das DLR ist über den Verbund EREA (Association of European Research Establishments in Aeronautics) mit den führenden europäischen Luftfahrt-Großforschungseinrichtungen vernetzt. Eine besonders enge Kooperation besteht mit der französischen Partnerorganisation ONERA (Office National d'Etudes et de Recherches Aérospatiales) und dem niederländischen NLR (Nationaal Lucht- en Ruimtevaartlaboratorium).

Zuletzt geändert am:
10.04.2012 15:22:42 Uhr

Kontakte

 

Horst Hüners
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Programmdirektion Luftfahrt

Tel.: +49 2203 601-3698

Fax: +49 2203 601-2767