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  • Digitalkamera auf einer Schilderbrücke der Mess%2d und Versuchsstrecke des DLR

    Digitalkamera auf einer Schilderbrücke der Mess- und Versuchsstrecke des DLR

    Mit seiner Mess- und Versuchsstrecke am Ernst-Ruska-Ufer in Berlin-Adlershof bietet das DLR die ideale Umgebung, um beispielsweise die Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Sensoren an Ampeln und in Straßen zu entwickeln und unter realen Bedingungen zu testen.

  • Leitstand%2dSimulator ACCES

    Leitstand-Simulator ACCES

    ACCES (Airport and Control Center Simulator) ist die Simulationsumgebung des DLR für einen Flughafenleitstand.

  • Traffic Tower

    Traffic Tower

    Der Traffic Tower ist die virtuelle Verkehrsmanagement-Zentrale des DLR. Ob Verkehrsmonitoring bei Großveranstaltungen oder Evaluation von Verkehrssteuerungsalgorithmen, der Traffic Tower unterstützt die Forschung des DLR durch die virtuelle Nachbildung von Straßenverkehr und Verkehrssteuerungsanlagen.

Die Nachfrage im Personen- und Güterverkehr steigt immer weiter. Infrastrukturen sind knapp, ihr bedarfsgerechter Ausbau ist kaum möglich. Gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen stellen zunehmend komplexere Anforderungen an Wege- und Transportketten. Mensch und Umwelt müssen vor den negativen Auswirkungen des Verkehrs geschützt werden. Aus diesen Rahmenbedingungen ergeben sich die zentralen Herausforderungen an ein modernes Verkehrsmanagement: Effektive und effiziente Nutzung vorhandener Infrastrukturen sowie Reduktion von Umweltbelastungen. Zur zielgerichteten Adressierung dieser Herausforderungen ist es notwendig, vorhandene Stärken einzelner Verkehrsträger weiter auszubauen und zugleich ihre Vernetzung voran zu treiben. Wir forschen daher am Management für alle Verkehrsmoden, wenn auch mit unterschiedlichen spezifischen Ausprägungen.

Ausgehend vom Straßenverkehrsmanagement haben wir die Verbesserung des Zusammenwirkens verschiedener Verkehrsträger zum Ziel. Unter besonderer Berücksichtigung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) steht dabei die effizientere Nutzung vorhandener Infrastrukturen im Vordergrund. Grundlage ist eine umfassende Verkehrserfassung in Verbindung mit einem intelligenten Datenmanagement. Um die Modellierung und Simulation von multimodalen Verkehrsflüssen weiter zu verbessern, ist dabei unter anderem der Entwicklungsschritt von einer punktuellen zu einer räumlichen Datenerfassung wichtig. Zudem forschen wir an Steuerungsverfahren, die neben der reinen Reisezeitoptimierung der Verkehrsteilnehmer auch andere Parameter, wie beispielsweise Umweltaspekte, inkludieren. Fragen der Verkehrssicherheit werden durch die Erfassung und Klassifizierung von Konfliktsituationen adressiert.

Wir bringen unser Know-how ebenfalls ein, um die Wettbewerbsfähigkeit des Schienenverkehrs zu verbessern. So unterstützen wir beispielsweise Investitionsentscheidungen, die zur Erneuerung der Bahninfrastrukturen notwendig sind, durch die Entwicklung eines entsprechend ausgerichteten Life Cycle Managements. Kritische Ereignisse im Bahnbereich sind in der Regel auf technisches Versagen der zum Teil überalterten Infrastrukturen oder aber auf menschliches Versagen durch Aufmerksamkeitsdefizite, Informationsmängel oder Fehlinterpretationen zurückzuführen. Daher forschen wir im Rahmen einer menschzentrierten Systemgestaltung an Nutzermodellen für Bedien- und Entscheidungssituationen. Die Herstellung der Interoperabilität in Europa haben wir im Blick, wenn es um das European Rail Traffic Management System (ERTMS) geht. Hier adressieren wir vor allem die Verbesserung von Test und Validierung von Komponenten des European Train Control System (ETCS).

Auch für das maritime Verkehrssystem sind die Aspekte Effizienz und Sicherheit von zentraler Bedeutung. Um sie zu verbessern, engagieren wir uns im Seeverkehrsmanagement. Hier hat die International Maritime Organisation (IMO) mit der e-Navigation-Strategie wichtige Randbedingungen gesetzt, an denen wir uns orientieren. Dabei konzentrieren wir uns auf die drei Themenbereiche maritimes integriertes Position, Navigation, Time (PNT) System, kooperative Verkehrslageerfassung und -bewertung sowie operatives Management des maritimen Verkehrssektors.

Systemeffizienz, Wettbewerbsfähigkeit, Umweltentlastung, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind die Schlagworte, mit denen sich unsere Arbeiten zum Flughafenmanagement umschreiben lassen. Um diesbezüglich signifikante Beitrage liefern zu können, arbeiten wir in enger Kooperation mit dem DLR-Programm Luftfahrt an der Synchronisation der land- und luftseitigen Flughafenprozesse. Aufgrund der unterschiedlichen Stakeholder am Flughafen und der individualisierten Optimierungsverfahren widmen wir uns zudem der Rolle des Menschen und kooperativen Entscheidungsprozessen. Zu unseren zentralen Forschungsgegenständen zählt ferner die Erweiterung unserer Simulationsmodelle um den Aspekt der intermodalen Anbindung und die hieraus folgende Restrukturierung des Managements von Passagier- und Gepäckflüssen.

Ein Ziel unserer Arbeiten zum Verkehrsmanagement bei Großereignissen und Katastrophen ist die Operationalisierung der bisher erarbeiteten luftgestützten Sensorsysteme wie auch der nutzerorientierte Ausbau der Entscheidungsunterstützung. Hiermit verbunden ist eine Verbesserung der Prozessorergebnisse zur automatischen Verkehrs-, Infrastruktur- und Lageerfassung, unter anderem durch die Erweiterung des spektralen Bereichs um Infrarot. Zur automatischen Erfassung von Personen und der Erstellung von Bewegungsmustern werden wir eine Prozessorerweiterung vornehmen. Generell erfolgt eine Entwicklung von dem bisher rein fahrzeugbezogenen Ansatz hin zur multimodalen Mobilitätsanalyse von Personen. Daher werden nunmehr auch Bahn und öffentlicher Nahverkehr, Häfen und Flughäfen in die Betrachtung aufgenommen. Dies ermöglicht uns außerdem die automatische Erstellung simulationsbasierter Evakuierungspläne für vorgegebene Szenarien und Regionen.

Zuletzt geändert am:
09.10.2013 11:21:41 Uhr