Ziel der DLR-Verkehrsforschung ist es, signifikante Lösungsbeiträge zu relevanten Verkehrsproblemen zu erarbeiten. Damit soll auch zukünftig Mobilität für Personen und Güter gesichert, Umwelt und Ressourcen geschont und die Sicherheit im Verkehr erhöht werden, ohne dabei die Wirtschaftlichkeit aus den Augen zu verlieren. Unter Berücksichtigung dieser Leitlinien stehen die Forschungsgebiete Bodengebundene Fahrzeuge, Verkehrsmanagement und Verkehrssystem besonders im Fokus.
Das Forschungsgebiet Bodengebundene Fahrzeuge differenziert sich weiter in die beiden Forschungsthemen Straßenfahrzeuge und Schienenfahrzeuge. Das Forschungsgebiet Verkehrsmanagement deckt das Spektrum von Straßen- und Schienenverkehrsmanagement über Flughafenmanagement bis hin zum Verkehrsmanagement bei Großereignissen und Katastrophen ab. Das Forschungsgebiet Verkehrssystem widmet sich den Forschungsthemen Verkehrsentwicklung und Umwelt. Im Forschungsgebiet Systemische Elektromobilitätsforschung arbeitet das DLR interdisziplinär an Fragestellungen, die Akzeptanz und Nutzung der Elektromobilität grundlegend steigern. Die Arbeitsinhalte und Ziele der Forschungsgebiete werden im Folgenden übersichtsartig beschrieben.
Der Großteil der Verkehrsleistung wird mit bodengebundenen Fahrzeugen erbracht, insbesondere mit Straßenfahrzeugen. Dies wird sich in absehbarer Zeit nicht ändern. Gleiches gilt für die hiermit verbundenen Herausforderungen, wie etwa Verringerung des Energieverbrauchs, Reduktion der Emissionen von Lärm, Kohlendioxid, Partikeln und Schadstoffen, vermehrter Einsatz alternativer Kraftstoffe sowie Verbesserung von Sicherheit und Komfort. Für die Erarbeitung entsprechender Lösungen widmet sich das Geschäftsfeld Verkehr sowohl Straßen- als auch Schienenfahrzeugen und nutzt die sich hierbei ergebenden Synergien. Die Forschungsthemen Fahrzeugenergiesysteme, Neuartige Fahrzeugstrukturen und Fahrerassistenz haben immenses Potenzial, die im Bereich der Straßenfahrzeuge identifizierten Herausforderungen erfolgreich anzugehen. Visionäre Lösungen für zukünftige Schienenfahrzeuge werden unter dem Leitbild eines Next Generation Train erarbeitet.
Eine kontinuierlich steigende Verkehrsnachfrage und knappe Infrastrukturen bilden den Rahmen für die zentralen Herausforderungen des Verkehrsmanagements: Mobilität für Personen und Güter sichern sowie Umwelt und Ressourcen schonen. Das grundlegende Ziel dieses Forschungsgebietes ist es daher, durch innovative Verkehrsmanagementansätze Effektivität und Effizienz der Infrastrukturnutzung zu verbessern und zugleich Umweltbelastungen zu reduzieren. Dabei werden sowohl der Straßen- und Schienenverkehr als auch der intermodale Verkehrsknoten Flughafen betrachtet. Einen spezifischen Anwendungsbezug haben die Untersuchungen zum Verkehrsmanagement bei Großereignissen und Katastrophen. Hier werden Lösungsansätze zur Unterstützung von Polizei und anderen Einsatzkräften erarbeitet.
Es gilt, die bestehende Lücke einer vollständigen Prozesskette von der Verkehrsgenese und Verkehrsentwicklung bis zu den Wirkungen des Verkehrs analytisch zu schließen und prognosefähig zu machen. Über den eigentlichen wissenschaftlichen Beitrag hinaus werden Entscheidungsträger bei der Bewertung der Verkehrsentwicklung sowie der Wirksamkeit und Effizienz von Maßnahmen unterstützt. Die Arbeiten dieses Forschungsgebietes konzentrieren sich auf fünf Aufgabenschwerpunkte.
Erheblich wachsende Verkehrsaufkommen und die Forderung nach effektiverem Klimaschutz und besserer Ressourcenschonung - dieses Spannungsverhältnis ist treibende Kraft für den globalen Umbau von Energie- und Verkehrssystemen.